Joseph Huber
ist Professor Em. für Wirtschafts- und Umweltsoziologie der Martin-Luther-Universität Halle. Sein Interesse an gesellschaftlichen Entwicklungsperspektiven hat sich unter anderem in den 1980/90er Jahren im Konzept der ökologischen Modernisierung niedergeschlagen sowie seit Mitte der 1990er im Konzept einer Modernisierung des Geldsystems unter dem Begriff Vollgeld auf der Grundlage einer fortgeschrittenen Geldsystemanalyse. Er gilt seither als Vordenker einer Vollgeldreform. Frühere Aktivitäten dienten der Wegbereitung ökologisch-ethischer Geldanlage. 2009 Mitgründer des Netzwerks Monetative, das 2012 in einen e.V. überführt wurde. 
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 Ole Bjerg

Ole Bjerg


Ole Bjerg
Associate professor an der Copenhagen Business School. Autor einschlägiger Schriften, darunter Making Money (2014) und, zusammen mit der New Economics Foundation London, Making money from making money (2017), über den Extragewinn der Banken aus der Giralgeldschöpfung. Mitglied im Vorstand von Gode Penge, dem dänischen Pendant des Vereins Monetative.
Er sagt "Das Giralgeldregime der Banken ist eine Hauptursache heutiger Finanz- und Wirtschaftsprobleme. Das Kredit- und Schuldengeld der Banken verursacht wiederkehrend Instabilität, Ungleichheit und den Verlust an monetärer Souveränität. Für eine stabile, prosperierende und gerechte Wirtschaft ist ein Übergang zu Vollgeld unerlässlich."  • Homepage  
 

 Hans-Christoph Binswanger

Hans-Christoph Binswanger

Hans-Christoph Binswanger   ( † 18 Jan 2018)
Professor Em. für Volkswirtschaftslehre der Universität St.Gallen, Spezialisierung in Umweltökonomik und Geldtheorie. Zahlreiche Publikationen, darunter Geld und Magie (2005) und Vorwärts zur Mäßigung (2009). "Aufs Geld kommt es an! Um sich vorstellen zu können, welche Reformen nötig sind, um eine Minderung des Wachstumszwangs und Wachstumsdrangs zu erreichen, muss … das Geld und die sich ins Unendliche fortsetzende Geldschöpfung … in die Erklärung einbezogen werden."


Christian Gomez
1975-83 Professor für VWL; enge Kooperation mit Maurice Allais, dessen Version eines Vollreserve Bankensystems er fortführt. 1983-2011 Geschäftsführer der Société Générale in verschiedenen Bereichen (Anleihen, Aktien, Investmentbanking). Seine Kritik am Mindestreserve-System und sein Resumé eines Vollreserve-Systems finden sich unter Osons Maurice Allais.

 Christian Gomez

Christian Gomez

 Michael Hudson

Michael Hudson

Michael Hudson
Distinguished Professor an der University of Missouri, Kansas City. Finanzanalyst an der Wall Street. Wirtschaftsberater des Kongressabgeordneten und ehemaligen Präsidentschaftskandidaten Dennis Kucinich. Er plädiert für die Beendigung des bestehenden Giralgeldsystems sowie auch für weitergehende Finanzmarktreformen.
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Steve Keen
Professor für Makroökonomik und Finanzwirtschaft, Leiter der School of Economics, History and Politics der Kingston University, London. Postkeynesianischer Kritiker der Neoklassik. Inspiriert durch Minsky (Financial Instability Hypothesis im Gegensatz zu Gleichgewichtstheorie und Effizienzmarkthypothese), Fisher (Kredit/Schulden-Zyklus) und Schumpeter. In letzter Zeit beschäftigt er sich mit der Modellierung finanzieller Dynamik, die zu wiederkehrender Überschuldung bzw Finanzblasen führt. • Homepage. Siehe auch Steve Keens Debtwatch.  

 Steve Keen

Steve Keen

 Larry Kotlikoff

Larry Kotlikoff

Laurence J. Kotlikoff  
ist Fairfield Professor für Finanzwirtschaft an der Universität Boston, Mitglied der American Academy of Arts and Sciences, Kooperant des National Bureau of Economic Research und Mitglied der Econometric Society. Er kandidierte als nicht parteigelisteter Write-in Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2012 und 2016.
In 2010 publizierte er sein Konzept des Limited Purpose BankingDieses sieht vor, Banken in zweckspezialisierte mutual funds aufzuteilen (Fonds auf Gegenseitigkeit), darunter insbesondere auch cash mutual funds. Letztere wären nichts anderes als Kontoführungs- und Zahlungsdienstleister für Vollgeld-Transaktionen. Von daher setzt sich Kotlikoff für eine Vollgeldreform ein > "Sovereign money is equivalent to having cash mutual funds - first step in moving to limited purpose banking." 
Homepage

Philippe Mastronardi
Prof für öffentliches Recht, insbesondere Verfassungslehre der Universität St.Gallen, Em. Zahlreiche Publikationen im Bereich Staatsrecht, Demokratietheorie und Rechtstheorie, darunter Verfassungslehre 2007. Die Geldordnung ist für ihn eine Frage von Verfassungsrang. Geldpolitik und bestimmte Finanzmarktfunktionen fallen als ’service publique’ unter die öffentliche Daseinsvorsorge. Deshalb hat der Staat die Erfüllung dieser Aufgaben nicht nur zu beaufsichtigen, sondern sie effektiv zu gewährleisten - nach Möglichkeit durch Rechtsvorschriften und geeignete institutionelle Arrangements. 

 Philippe Mastronardi

Philippe Mastronardi

 Helge Peukert

Helge Peukert

Helge Peukert
Professor für Plurale Ökonomik an der Universität Siegen, zuvor am Lehrstuhl für Finanzwissenschaft und Finanzsoziologie der Universität Erfurt. Autor von Die große Finanzmarkt- und Staatsschuldenkrise sowie Das Moneyfest. Während die neoklassische Marktgleichgewichts-Orthodoxie zur Erklärung und Handhabung der Krise kaum etwas beiträgt, findet Peukert bei heterodoxen Ansätzen geeignete Anknüpfungspunkte - institutionalistische, systemisch-evolutive, historische, behaviorale u.a. An erster Stelle der von ihm vertretenen Finanzmarkreformen steht eine Reform der Geldordnung, um die Geldmengenentwicklung in den Griff zu bekommen. • Homepage

James Robertson
lebt in Oxon, UK, als Autor und Zukunftsforscher. Mitgründer der New Economics Foundation, London, im Jahr 1985. Im Jahr 2000 veröffentlichte er zusammen mit Joseph Huber in deren Auftrag Creating New Money, worin gefordert wird, die Buchgeldschöpfung der Banken zu beenden, um auch sie, wie schon das Bargeld, den Zentralbanken zu übertragen und so die staatliche Geldhoheit wieder herzustellen."Warum in aller Welt", sagt er, "überlässt die Politik den Geschäftsbanken das große Privileg der Geldschöpfung auf unsere Kosten?“ Seine frühe Karriere begann in Whitehall; er arbeitete im Cabinet Office von Premierminister Harold Macmillan. Später gründete und leitete er die Interbank Research Organisation, ein Future Study Think-Tank britischer Banken. • Homepage

  JAMES ROBERTSON

JAMES ROBERTSON

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Bernd Senf
Professor für Volkswirtschaft der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Em. Seither freischaffend mit Vorträgen, Seminaren, Workshops, Publikationen und der Begleitung zukunftsweisender Projekte. Von ihm stammt die Bezeichnung Monetative.


Peter Ulrich
Professor für Wirtschaftsethik der Universität St.Gallen, Em. Standardwerk Integrative Wirtschaftsethik. Grundlagen einer lebensdienlichen Ökonomie in mehreren Auflagen und Übersetzungen. - "Dass Geschäftsbanken auf selbst geschöpftem Giralgeld durch Kreditvergabe an die öffentliche Hand (Staatsanleihen) Zinsen zu Lasten der Allgemeinheit verdienen, hat sich im Zeitalter eines entfesselten Finanzkapitalismus als höchst ungerechter Systemfehler erwiesen. Das Vollgeldkonzept geht dieses Problem an der Wurzel an."

 Peter Ulrich

Peter Ulrich

 Johann Walter

Johann Walter

Johann Walter
Professor für Volkswirtschaftslehre an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen. Er ist ein früher Unterstützer des Vollgeldansatzes und findet auch Teilmaßnahmen in diese Richtung erwägenswert, zum Beispiel monetäre Staatsfinanzierung für öffentliche Investitionen (Helikoptergeld/Quantitative Easing for People) oder die Einführung von Vollgeldkonten.
Er sieht die Sache so: "In Form des Bankenkreditgelds dominiert heute eine Art der Geldschöpfung, die Finanzkrisen Vorschub leistet. Vollgeld könnte dagegen relativ leicht in Verhältnisse mit weniger Blasenbildung und Schulden, stabilerer Geldversorgung, besserer öffentlicher Infrastruktur und  gerechterer Verteilung führen." • Homepage 
 

Kaoru Yamagouchi
Direktor des japanischen Zentrums für  Zukunftsforschung  Muratopia. Zuvor Professor für BWL & Economic System Dynamics an der Doshisha University Business School, Kyoto. Kooperiert mit dem American Monetary Institute. Seine Modelle zeigen: "Eine Währungsreform kann Schulden beseitigen ohne Rezession, Arbeitslosigkeit oder Inflation."

 

  KAORU YAMAGOUCHI

KAORU YAMAGOUCHI