EZB-Negativzinsen sind kein Grund für höhere Kontogebühren

Unser Geldsystem wird immer widersprüchlicher: Die EZB verlangt derzeit von den Banken Negativzinsen für Guthaben, die die Banken auf ihren Konten bei der EZB halten. Dies dient als Begründung dafür, warum Banken jetzt Gebühren für Konten erhöhen, die wir Bankkunden bei den Banken halten. Diese Argumentation hat allerdings einen Haken: Unsere Guthaben bei den Banken sind nur mit einer Mindestreserve von 1% bei der Zentralbank gedeckt. 99% unserer Kontoguthaben haben nichts mit dem Zentralbankgeld der EZB zu tun, und die Banken müssen dafür auch keine Negativzinsen zahlen. Die Negativzinsen der EZB für Banken können also nicht der Grund für höhere Kontogebühren sein. Timm Gudehus weist in einem Artikel im Februarheft der renommierten "Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen" auf diesen Widerspruch hin, lesen Sie hier.

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.