Bleiben Sie dran am Geldthema, Herr Plasberg!

Sehr geehrter Herr Plasberg,

Sie haben am 24.10.2016 in Ihrer Sendung "Hart-aber-fair" versucht, den "Nebel über das Geld" ein wenig zu lüften. Ab ca. Minute 48 durfte Prof. Thomas Mayer sogar in zwei Minuten erklären, dass in unserem Geldsystem die Banken selbst Geld schöpfen. Viel zu kurz natürlich, deswegen verstanden selbst Sie das nicht. Ab Minute 50 wiegelte Uwe Fröhlich vom Verband der Genossenschaftsbanken gleich ab: das sei nicht bedenklich, es gäbe ja jetzt in der Europäischen Bankenunion einen Fonds, der gefährdete Banken rettet. Weit gefehlt: Kurz vor Weihnachten wurde wieder eine Bank mit zig Milliarden Euro öffentlichen Steuergeldern gerettet: Die italienische Bank "Monte dei Paschi di Siena". Deswegen: Bleiben Sie dran, Herr Plasberg: Vertiefen Sie das Thema, woher denn unser Geld überhaupt kommt. Und warum unser Finanzsystem so krisenanfällig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Karwat, Monetative e.V.

Für alle Leser dieses Blogs: Wir alle finanzieren die öffentlich-rechtlichen Sender mit unseren Gebühren. Schreiben deswegen auch Sie an hart-aber-fair@wdr.de. Und fordern sie weitere Aufklärung darüber, wie unser Geldsystem funktioniert. Die Sendung vom 24.10. muss vertieft fortgesetzt werden!

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.