Bundesbank äußert sich zu Banken-Geldschöpfung - wir antworten!

Die Deutsche Bundesbank hat sich in ihrem Monatsbericht 4/2017 ausführlich mit dem Thema Banken-Geldschöpfung befasst. Den Bericht und die Stellungnahme von Monetative e.V. dazu finden Sie hier.

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

Bericht zum internationalen Geldreformer-Treffen in Berlin

Stan Jourdan, der bisherige INternationale Koordinator

Stan Jourdan, der bisherige INternationale Koordinator

Vergangenes Wochenende, vom 17.-19. Februar haben wir in Berlin ein Treffen der internationalen Geldreformbewegung (International Movement for Monetary Reform = IMMR) ausgerichtet und möchten in diesem Blogbeitrag von den Inspirationen, Erfolgen und Begegnungen berichten.

Der Hintergrund:

Ein erstes IMMR Treffen hatte genau ein Jahr zuvor in Brüssel stattgefunden, ausgerichtet von unserer Schwesterorganisation Positive Money zum Weitergeben ihrer Erfahrungen und Erfolgspraktiken (hier ein Bericht dazu). Generell hatte Positive Money als wohl größte und bedeutendste Vollgeldbewegung in den letzten Jahren die Führung übernommen, das IMMR errichtet und vor anderthalb Jahren Stan Jourdan als internationalen Koordinator eingestellt. Bedauerlicherweise war die Finanzierung für Stans Stelle jedoch mittlerweile ausgelaufen und er mit anderen Aufgaben vollauf beschäftigt. Dazu kam, dass ihm alleine im Prinzip die Legitimation fehlte, Entscheidungen im Namen des IMMR zu treffen, etwa bezüglich der Aufnahme neuer Mitgliedsländer. Daher stand das IMMR zuletzt vor großen Unsicherheiten und strukturellen Problemen. Da jedoch bisher kein zweites Treffen in Sicht war, hatten wir uns als Monetative e.V. entschieden, vor diesem Hintergrund selber die Initiative zu ergreifen und ein zweites IMMR Vernetzungstreffen in Berlin auszurichten.

HerkunftsLänder der Teilnehmer

HerkunftsLänder der Teilnehmer

Ziel des Treffens war somit einerseits das gegenseitige Kennenlernen und Vernetzen aber andererseits vor allem auch der Aufbau stärkerer Strukturen der internationalen IMMR Dachorganisation und dazu die Errichtung einer "Core Group", die dies koordiniert.
Gut 40 Teilnehmer aus über 20 Ländern nahmen schließlich an dem Treffen teil. Die meisten kamen aus dem Euroraum, aber es gab auch Vertreter aus ferneren Ländern wie Südafrika, Israel oder den USA.

Verlauf und Programm:

Das Programm begann Freitag Nachmittag mit mehreren kurzen Impuls-Kurzvorträgen zu verschiedensten Themen und Ideen. Lars aus Schweden berichtete beispielsweise von erfolgreichen Treffen mit der schwedischen Riksbank, die dadurch angeregt nun das Thema digital cash proaktiv aufgreift. Joseph Huber stellte sein neues Buch „Sovereign Money“ vor. Angela aus Spanien zeigte künstlerische Grafiken, um damit Menschen für das Thema Geldreform zu erreichen und Luuk aus den Niederlanden stellte deren brandneues Gesellschaftsspiel „The Money Makers“ vor, in dem die Mitspieler sich in die Rolle von Banken begeben, die wild spekulieren und dabei schließlich eine Finanzblase entstehen lassen. Ein Exemplar hatte er auch dabei, das an den Abenden intensiv bespielt wurde und sehr viel Begeisterung und auch Erkenntnisgewinn unter den Spielern hervorrief. In den nächsten Monaten soll das Spiel auch auf Deutsch und Englisch übersetzt werden und wir können es kaum erwarten, auch in Deutschland bald Exemplare zu verkaufen und zu bespielen!

Nach den Impulsvorträgen verbrachten wir den Rest des Abends mit einer Vorstellungsrunde, in der die verschiedenen Gruppen von ihrem Stand, ihren Herausforderungen und Erfolgen berichteten. Dabei war es sehr interessant, die Verschiedenartigkeit der Gruppen und der Teilnehmer wahrzunehmen. Von jung bis alt, Wissenschaftler über Künstler war es sehr spannend, die verschiedenen Herangehensweisen der Gruppen an das Thema Geldreform zu beobachten. Gerade die Diversität der Gruppen bietet natürlich extrem viel Potenzial für Vernetzung und Austausch der jeweiligen Stärken.

Abschließend spielte Stig aus Dänemark mit seiner Gitarre noch ein selbstkomponiertes Lied über Banker und den Wahnsinn des Geldsystems, ein wirklich stimmiger Abschluss für den ersten Tag!

Der Samstag begann mit einer offenen Fishbowl-Diskussion zur Zukunft des IMMR und den diversen Bedürfnissen, Herausforderungen und Ideen der Anwesenden. Nach diesem sehr offenen Format ging es nach dem Mittagessen weiter in Kleingruppen, in denen verschiedene Punkte diskutiert wurden, wie etwa die Kriterien für die Aufnahme neuer Mitgliedsländer, die Errichtung einer „Core Group“ als Quasi-Vorstand oder auch die Verabschiedung einer offiziellen IMMR Charta. Die Ergebnisse der Kleingruppen wurden dann zusammengeführt und in Fokusgruppen zu den jeweiligen Themen vertieft, um konkrete Vorschläge zu erarbeiten. Am späteren Nachmittag gab es verschiedene „Open Spaces“, um sich entweder ganz anderen Themen und Ideen zu widmen oder um die Arbeit der Fokusgruppen weiter zu vertiefen. Nach einem langen Arbeitstag und dem Abendessen war es schließlich Zeit für etwas Unterhaltungsprogramm. Dafür hatten wir einen professionellen Zauberer engagiert, der im Gegensatz zu den Geschäftsbanken, die ja „nur“ Giralgeld schöpfen können, sogar echtes Bargeld aus dem Nichts zaubern konnte. Da staunten die Teilnehmer nicht schlecht!

Danach ließen die meisten den Abend gemütlich bei einem Kneipenbesuch und etwas Bier ausklingen oder spielten das „Money Makers“ Brettspiel. Lediglich die Fokusgruppe zur „Core Group“ arbeitete noch länger weiter und diskutierte deren Ausgestaltung und Aufgabenprofil.

Am Sonntag morgen wurde als Ergebnis ein konkreter Vorschlag für die „Core Group“ vorgestellt und nach einer angeregten Diskussion schließlich beschlossen! Daraufhin wurden die sieben Mitglieder der Core Group über ein sehr interessantes Konsent-Verfahren gewählt, darunter Vertreter aus Island, Schweden, den Niederlanden, Südafrika, Griechenland, Kroatien und auch ich, Lino Zeddies aus Deutschland.

Die frisch gewählte IMMR Core Group

Die frisch gewählte IMMR Core Group

Als die Core Group endlich stand, machte sich große Erleichterung und Begeisterung breit, denn deren Errichtung war eines der Hauptziele des Treffens gewesen und machte nun den Weg frei für eine erfolgreiche Zukunft des IMMR.
Während daraufhin sogleich das erste Treffen der Core Group stattfand, gab es für die anderen noch einmal „Open Spaces“ für verschiedenste Themen von Geldreform in der Eurozone über den gemeinsamen Aufbau von Datenbanken bis Social Media. 
Daraufhin wurden Ideen aus der ersten Core Group Sitzung zur Aufnahme neuer Mitgliedsländer präsentiert und von den Anwesenden auch gleich noch die Aufnahme einer Gruppe aus Italien ins IMMR offiziell beschlossen und gefeiert!

Abschluss, Fazit, Ausblick

Zum Abschluss fand im Stuhlkreis eine kurze Abschlussrunde zu Nachgedanken und Fazit des Treffens statt („I’m looking forward to looking back to this meeting“) sowie eine kleine Aufstellung im Raum unter anderem hinsichtlich der Gesamtzufriedenheit, der Erschöpfung und dem Optimismus für die Zukunft des IMMR. Das Ergebnis: Alle waren mit dem Treffen sehr zufrieden, die Erschöpfung war sehr unterschiedlich (vor allem bei den Organisatoren aber ganz erheblich) und alle waren höchst optimistisch hinsichtlich der Zukunft des IMMR. Ein fantastischer Abschluss - mehr hätten wir uns als Ausrichter des Treffens wohl kaum wünschen können!

Erfreulich war auch noch, dass dank solidarischer, selbst-bestimmter Geldbeiträge der Teilnehmer am Ende des Treffens die Finanzen genau ausgeglichen waren und unser Verein somit auf keinen ungeplanten Kosten sitzen bleibt. Auch dies war ein schöner Ausdruck der erfolgreichen, solidarischen Zusammenarbeit und des Vertrauens. Zudem hatte es sehr gut funktioniert, viele der Teilnehmer in die Organisation vor Ort durch Freiwilligenteams einzubinden (z.B: Kaffee & Tee bereitstellen, Geschirrspüler ausräumen, Pausen/Zeit überwachen). Dies sparte nicht nur zusätzliche bezahlte Helfer ein, sondern förderte auch das Gemeinschaftsgefühl. Und zu guter Letzt hatten die verschiedenen interaktiven und teils selbstorganisierten Diskussionsformate und Methoden (Fishbowl, Open Spaces, Konsent-Wahl…) hervorragend funktioniert und das volle kreative Potenzial der Gruppe entfalten können.

Das Treffen war somit ein voller Erfolg und hinterlässt uns mit vielen neuen Impulsen und frischer Motivation. Wir sind höchst gespannt, was die nächste Zeit für die internationale Geldreformbewegung bringen wird und welche Überraschungen, Ideen und Erfolge auf uns warten. Bei dem positiven, kreativen Potenzial, das sich auf der ganzen Welt zum Thema Geldreform versammelt hat, sind wir jedoch voller Optimismus, dass ein neues, besseres Geldsystem im Dienst der Menschheit möglich und erreichbar ist!

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

EZB-Negativzinsen sind kein Grund für höhere Kontogebühren

Unser Geldsystem wird immer widersprüchlicher: Die EZB verlangt derzeit von den Banken Negativzinsen für Guthaben, die die Banken auf ihren Konten bei der EZB halten. Dies dient als Begründung dafür, warum Banken jetzt Gebühren für Konten erhöhen, die wir Bankkunden bei den Banken halten. Diese Argumentation hat allerdings einen Haken: Unsere Guthaben bei den Banken sind nur mit einer Mindestreserve von 1% bei der Zentralbank gedeckt. 99% unserer Kontoguthaben haben nichts mit dem Zentralbankgeld der EZB zu tun, und die Banken müssen dafür auch keine Negativzinsen zahlen. Die Negativzinsen der EZB für Banken können also nicht der Grund für höhere Kontogebühren sein. Timm Gudehus weist in einem Artikel im Februarheft der renommierten "Zeitschrift für das gesamte Kreditwesen" auf diesen Widerspruch hin, lesen Sie hier.

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

Bleiben Sie dran am Geldthema, Herr Plasberg!

Sehr geehrter Herr Plasberg,

Sie haben am 24.10.2016 in Ihrer Sendung "Hart-aber-fair" versucht, den "Nebel über das Geld" ein wenig zu lüften. Ab ca. Minute 48 durfte Prof. Thomas Mayer sogar in zwei Minuten erklären, dass in unserem Geldsystem die Banken selbst Geld schöpfen. Viel zu kurz natürlich, deswegen verstanden selbst Sie das nicht. Ab Minute 50 wiegelte Uwe Fröhlich vom Verband der Genossenschaftsbanken gleich ab: das sei nicht bedenklich, es gäbe ja jetzt in der Europäischen Bankenunion einen Fonds, der gefährdete Banken rettet. Weit gefehlt: Kurz vor Weihnachten wurde wieder eine Bank mit zig Milliarden Euro öffentlichen Steuergeldern gerettet: Die italienische Bank "Monte dei Paschi di Siena". Deswegen: Bleiben Sie dran, Herr Plasberg: Vertiefen Sie das Thema, woher denn unser Geld überhaupt kommt. Und warum unser Finanzsystem so krisenanfällig ist.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Karwat, Monetative e.V.

Für alle Leser dieses Blogs: Wir alle finanzieren die öffentlich-rechtlichen Sender mit unseren Gebühren. Schreiben deswegen auch Sie an hart-aber-fair@wdr.de. Und fordern sie weitere Aufklärung darüber, wie unser Geldsystem funktioniert. Die Sendung vom 24.10. muss vertieft fortgesetzt werden!

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

Vollgeld als Thema bei Aachener Design-Studenten

Das Thema Geld beschäftigte das Erwachsenenprogramm der ev. Kirchengemeinde Aachen am 3. Dezember. Nach einer Begrüßung erfuhren ca. 40 Teilnehmer durch einen Referenten des Vereins Monetative e.V. Berlin in einer Mixtur aus Vortrag und reger Diskussion von dem Vollgeld-Projekt. Nach einer kleinen Pause stellte die Professorin Frau Vitting mit ihren Studentinnen und Studenten ihre vor zwei Semestern durchgeführten Seminararbeiten im Fach Design zum Thema Vollgeld vor. Dem Vortrag schloß sich ein Rundgang in die Ausstellungsräume an, in denen die Exponate gezeigt wurden. Den Abschluß bildete eine Plenumsdiskussion, die sehr engagiert und interessiert geführt wurde. Die Thematik Vollgeld genoß sehr viele Sympathien, ausgeteilte Broschüren und ein Büchertisch einer Aachener Buchhandlung ermöglichten eine weiterführende Vertiefung. Im Frühjahr ist eine Seminarreihe zum Thema Geld geplant, die in Vorträgen und durch Bearbeitung von exemplarischen Texten umfangreich über die Geschichte des Geldes, Finanzkrisen bis zu alternativen Geldformen informieren soll. Im Rahmen des Bundestagswahlkampfes wird die evangelische Kirchengemeinde zur Wahl stehende Politiker der Stadt und des Kreises Aachen einladen, wobei auch Vollgeld thematisiert werden wird.

Wer sich für Vollgeld in Aachen und Umgebung interessiert, wende sich an Detlef Baer, Vollgeld-Initiative Aachen (Kontakt: vollgeld.aachen@gmail.com).

Eindrücke der Seminar-Arbeiten zu Stichworten wie Kryptowährung, Geldschöpfung, Zahlungsverkehr und Lobbyismus der Banken und mehr können Sie hier finden bzw. unter: vitting.design.fh-aachen.de/informationsdesign/finanzsysteme/

 

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

Workshop-Bericht „Geldsystem, Wachstumszwang und Nachhaltigkeit“

Am 23. Sept. fand der Fachworkshop „Geldsystem, Wachstumszwang und Nachhaltigkeit“ statt, vom „Institut für ökologische Wirtschaftsforschung“ (IÖW) und der „Monetative e.V.“ gemeinsam geplant und organisiert und in den Räumen des IÖW durchgeführt. Insgesamt haben gut 25 Personen aus dem einschlägigen Umfeld aus Forschungsinstituten, Zivilgesellschaft und Verbänden zusammengefunden und sich zu vielen interessanten Fragen ausgetauscht..

Der Workshop war gegliedert in drei Schwerpunkte (hier auch das Programm):

  1. Übt das bestehende Geldsystem einen Wachstumszwang oder Wachstumsdrang aus?
  2. Soziale Nachhaltigkeit und Verteilungsdynamik des Geldsystems
  3. Ausgewählte Reform‐Vorschläge (Vollgeld und Weitere)

Diese Blöcke wurden jeweils von einem kurzen ~10 min Impulsvortrag eingeleitet, gefolgt von reichlich Diskussion.

Markus Duscha beim ersten Vortrag zur ORIENTIERung

Markus Duscha beim ersten Vortrag zur ORIENTIERung

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gab Markus Duscha vom Fair Finance Institute i.Gr. den ersten Vortrag zur Orientierung und als Einstieg in den Themenkomplex. Dabei stellte er Geld und Nachhaltigkeit in einen Zusammenhang, indem er Geld und Finanzen als eigentliche Subsysteme der Umwelt interpretierte – in Abgrenzung zur geläufigen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit.

Den ersten Schwerpunkt-Block begann Sebastian Strunz vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig und lieferte einen Überblick über verschiedene theoretische Zugänge zu der Frage, ob und wie in einer Geldwirtschaft ein Wachstumszwang bzw. –drang ausgeübt wird. Das Spektrum reicht von der Perspektive des vollkommen neutralen Geldes (Geldschleier) bis zur Wahrnehmung des Geldes als zentralem und ausschlaggebendem Momentum. Nach seiner Meinung ist Geld ein derart komplexes System, dass es durch eine Theorie alleine gar nicht erfasst werden kann, es vielmehr einer Zusammenschau mehrerer Theorien bedarf.

Dem widersprach Andreas Siemoneit vom Netzwerk Wachstumswende, Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ) im nächsten Impulsvortrag. Er hält eine Pluralität von Wachstumszwangtheorien nicht für zielführend, dagegen eine Hierarchisierung von Ursachen des Wachstums in Haupt- und Nebenursachen für sinnvoll. Nach seiner Auffassung erwächst ein Wachstumszwang eher aus der Neigung zu Ersparnis, also Geldhortung in einem Kreditgeldsystem und der Tendenz zur Akkumulation von Geld, denn aus dem Geldsystem als solchem. Für ihn hat hingegen die Kontrolle und Regulierung des Ressourcenverbrauchs absolute Priorität.

Rege Diskussionen in der Pause

Rege Diskussionen in der Pause

Zum Einstieg in den zweiten Schwerpunkt gab es einen Impulsvortrag von Dag Schulze zu sozialer Nachhaltigkeit und der Verteilungsdynamik des Geldsystems. Unter Bezugnahme auf Argumentation und Graphiken von Helmut Creutz zeigte er Verteilung und Entwicklung von Einkommen und Vermögen in Deutschland auf. Dabei ist bei beidem eine klare Polarisation erkennbar; d.h. die Reichen werden reicher und die Armen ärmer. Creutz und auch Schulze führen diesen Effekt auf das bestehende Geldsystem, insbesondere aber auf den ihm innewohnenden Zins und Zinseszins zurück. Das bestehende Geld(system) ist nicht verteilungsneutral, sollte es aber sein. Er hält einen radikalen Wandel für notwendig hin zu einem „Gleichgewichtsgeld“, welches Grundeinkommen, Umlaufsicherung und Vollgeld miteinander verbindet.

Der dritte Schwerpunkt wurde eingeleitet mit einem Kurzreferat von Prof. Joseph Huber über die Vollgeldreform unter Nachhaltigkeitsaspekten, welches aber krankheitsbedingt von Hans-Florian Hoyer verlesen wurde. Demnach hat der Zins zwar Allokations- und Verteilungswirkungen, allerdings ist er nicht davon überzeugt, dass davon auch ein Wachstumszwang ausgeht. Dieser habe seine Ursache eher in Erwartungen, die sich verselbständigen und steigern. Eine Alternative zum Allokationsmechanismus des Zinses sieht er bis heute nicht. Und auf eine Postwachstumsgesellschaft steuerten wir ohnehin zu.

Aufgrund der mangelnden Vertrautheit einiger Teilnehmer mit den Grundzügen der Vollgeldreform, gab Lino Zeddies noch einen kurzen Überblick dazu und daraufhin gab es eine angeregte Diskussion zum Vollgeld.

Abschließend stellte die Journalistin und Geschäftsführerin von „Monneta“ Kathrin Latsch weitere Reformvorschläge im Überblick dar: Bartersysteme, bei denen der Aus- bzw. Ringtausch von Rohstoffen, Gütern, Leistungen nur noch in Geld verrechnet, aber nicht mehr in diesem bezahlt wird, Zeitbanken und Tauschringe, die Arbeitsstunden verrechnen, das Schweizer WIR-System und die schwedische Jak-Bank, die jeweils auf Zinszahlungen für Kredite verzichten. Außerdem wurden in Kürze ordnungspolitische Regulatorien wie Vermögens- und Finanztransaktionssteuer, ethisches Banking und die Gemeinwohlökonomie gem. Christian Felber vorgestellt.

In den vielen lebhaften Diskussionen des Workshops zeichnete sich ab, dass weitgehend Konsens darüber besteht, dass das bestehende Geldsystem und der Zins starke Verteilungswirkungen haben, nicht aber, ob alleine daraus ein unmittelbarer Wachstumszwang erwächst, allerdings im Zusammenwirken mit technischer Innovation ein gewisser Wachstumsdrang (im Schumpeter’schen Sinne). Die überwiegende Mehrheit der Anwesenden konnte jedoch schließlich den nachfolgend genannten Thesen zustimmen:

1.    Das Geldsystem kommt in Schwierigkeiten, wenn es kein Wachstum gibt.
2.    Vermögensakkumulation und das Horten von Geld ist ein großes Problem.
3.    Vermögensakkumulation verursacht Wachstumsdrang.
4.    Das gegenwärtige Geldsystem verstärkt die Vermögens-Ungleichheit.

Einig waren sich am Ende aber alle darin, dass der Fachworkshop nur ein Auftakt war und dass es unbedingt weitergehen muss!
 

Weiterführende Literatur:

World Social Forum - 10. & 11. August 2016 in Montréal

Dinero Positivo, comer und monetative

Dinero Positivo, comer und monetative

Dieser Bericht beschreibt die Erlebnisse und Eindrücke, die ich, Manuel Klein, auf dem World Social Forum in Montréal gesammelt habe. Joseph Pilon, ein in Montréal ansässiger Kanadier, hatte auf eigene Faust Zeitslots und Räume in der Université du Québec à Montréal für Mitglieder der Dachorganisation "International Movement for Monetary Reform" (IMMR) organisiert. Somit konnten Manfred Freund (Positive Money, Spanien), Ann Emmet und Herb Wiseman (Comer, Kanada) und ich (Monetative) am 10. August Vorträge über den Aufbau des heutigen Geldsystems, das Vollgeldsystem als alternative Geldordnung und den Gerichtsprozess Comers gegen die Bank of Canada (Zentralbank Kanadas) halten und am darauffolgenden Tag über Möglichkeiten diskutieren, wie man gemeinsam strategisch im Namen des IMMR vorgehen kann, um Geldreformen voranzubringen.

Mehrere tausend besucher kamen zum world social forum

Mehrere tausend besucher kamen zum world social forum

Die Universität UQÀM (Université du Québec à Montréal) war der Austragungsort des diesjährigen World Social Forums. Zum ersten Mal in seiner dreizehnjährigen Geschichte tagte das Forum in einem westlichen Industriestaat, nachdem es bisher immer in Drittweltstaaten stattgefunden hat. Am 10. August fanden insgesamt drei Veranstaltungen im Namen des IMMR statt, die aus Vorträgen von Manfred Freund, Ann Emmet, Herb Wiseman und mir bestanden. Herb Wiseman (Comer) moderierte die Veranstaltungen und führte in das Thema Geld und Geldsystem ein, Manfred Freund (Dinero Positivo) stellte die Geschichte und den Aufbau des heutigen Geldsystems dar,  Ann Emmet stellte die Geschichte der kanadischen Zentralbank dar, sprach über den Rechtsstreit zwischen dem Verein Comer und der Bank of Canada und zeigte Videos aus einer öffentlichen Veranstaltung von Comer und dem Rechtsanwalt Rocco Galati, der die Klage gegen die Bank of Canada führt (unten als Video angeführt). Ich habe eine Präsentation über das heutige Geldsystem mit seinen zwei getrennten Geldkreisläufen gehalten, die resultierenden Probleme aufgezeigt und im Folgenden das Vollgeldsystem und seine Implikationen dargestellt. Die Zuhörer stellten interessante Fragen und ich habe gemerkt, dass sie neue Erkenntnisse bzgl. des Geldsystems und seinen Implikationen und Problemen erlangt haben. Besonders interessant waren die Darstellungen und Berichte von Ann Emmet von Comer über die Bank of Canada, über die ich nun berichten möchte.

https://www.fraserinstitute.org/blogs/a-really-quick-history-of-canada-s-federal-debt

https://www.fraserinstitute.org/blogs/a-really-quick-history-of-canada-s-federal-debt

http://www.michaeljournal.org/images/debtcan.jpg

http://www.michaeljournal.org/images/debtcan.jpg

Die Bank of Canada wurde Mitte der 30er Jahre gegründet, um dem Staat und den Gemeinden zinslose Kredite bereitzustellen. Bis zu 30 % der Ausgaben des Staates durften im Zeitraum von 1938 bis 1974 von der Zentralbank durch Geldschöpfung finanziert werden. Die kanadische Regierung finanzierte dadurch zum Beispiel ihre Aktivitäten im zweiten Weltkrieg oder den Trans-Canada-Highway und -Railway. Die Staatsverschuldung blieb über diese vier Jahrzehnte erstaunlich niedrig und wetestgehend stabil.

 

Ann Emmet beschrieb ihre Zeit als Highschool-Lehrerin als eine sehr erfüllte Zeit, da der Staat jegliche Ideen in der Bildung unterstützte und großzügig finanzierte. 1974 ordnete die Bank of Canada sich jedoch der Bank of International Settlement (Basel) unter, die ihr untersagte, den Staat zu finanzieren. Seitdem leiht sich der Staat das Geld bei privaten Geschäftsbanken, die es selber erzeugen, und muss auf dieses Geld Zinsen zahlen. Die Staatsverschuldung ist dadurch stetig angestiegen. 2015 lag sie laut Statista bei 91,5 % des BIP oder bei rund 630 Milliarden Can$. Das besondere an der Situation der Bank of Canada ist, dass sie bis heute gesetzlich dazu verpflichtet ist, dem Staat zinslose Kredite bereitzustellen. Diese Aufgabe und Pflicht übt sie jedoch seit 1974 nicht mehr aus. Aus den angehängten Grafiken geht die Staatsverschuldung Kanadas über den Zeitraum von 1936 bis in die Gegenwart hervor.

Die folgenden Videos geben einen tieferen Einblick in den Prozess der kanadischen Zentralbank aus der Perspektive von Ann Emmet (Comer), aber auch aus der rechtlichen Perspektive von Rocco Galati in Montreal (April 26, 2015) (Dauer ca. 2 Stunden) sowie in einem Interview im größten Nachrichten-Sender Kanadas "CBC News" (Dauer 17 Minuten).
Außerdem stellt eine Kurzdokumentation den Fall der kanadischen Zentralbank aus der Sicht von Bill Abram dar, einem bereits verstorbenen Comer-Mitglied. (25 Minuten)

Die Reise nach Canada hat sich nicht nur wegen der internationalen Vernetzung sehr gelohnt. Auch den Rechtsstreit comers mit der kanadischen Zentralbank aus erster Hand kennen zu lernen, war sehr interessant. Außerdem waren die gemeinsamen Diskussionen auch durch das mehrere Generationen umfassende Alter der Referenten sehr fruchtbar.

Ich möchte mich für die Möglichkeit, in Montreal auf dem World Social Forum sprechen zu dürfen, beim Verein Monetative bedanken und hoffe, die internationale Zusammenarbeit innerhalb des IMMR durch die Präsenz in Montreal weiter gestärkt zu haben.

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

ISLAND DISKUTIERT VOLLGELD

Island hat schon bei der Bewältigung der Finanzkrise einen anderen Weg eingeschlagen als andere Länder: Banken wurden nicht gerettet, und Verantwortliche für die Krise wurden zur Rechenschaft gezogen. Am Montag 5.9.2016 hat jetzt der neue isländische Ministerpräsident Johannesson zu einer prominent besetzten Tagung über Vollgeld eingeladen. Grundlage der Tagung ist ein Bericht der Wirtschaftsprüfer der Firma KPMG, den Sie hier finden.

Die Video-Aufzeichnung der Tagung finden sie hier. Es sprechen:
- ab 0:16h: Der Vertreter des Ministerpräsidenten,
- ab 0:19h: Sigurvin Sigurjónsson von KPMG erläutert seinen Bericht,
- ab 0:37h: Mar Gudmundsson, Präsident der isländischen Zentralbank,
- ab 1:05h: Martin Wolf, Chefkommentator der Zeitung Financial Times, 
- ab 1:45h: Beginn der Podiumsdiskussion.

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Unsere Antwort auf Frau Wagenknechts Bedenken zu Vollgeld

Die Vorsitzende der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, Sarah Wagenknecht, hat in ihrem Buch "Reichtum ohne Gier" als erste prominente Politikerin Vollgeld als "Schritt in die richtige Richtung" bezeichnet. Das begrüßen wir. Allerdings äußert sie noch einige inhaltliche Bedenken. Wir haben ihr deshalb einen Brief geschrieben, in dem wir die von ihr angesprochenen Kritik-Punkte diskutieren und einen weiteren Meinungsaustausch anregen.

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Die "Bundesbanker" haben bereits Vollgeld-Konten

Wer bei der Bundesbank arbeitet, hat einen interessanten Job und nebenbei ein ganz besonderes Privileg: Ein Konto bei der Bundesbank, also bei der Zentralbank. Auf diesem Konto hat er digitales Geld, was den gleichen Status hat wie Bargeld. Das nennen wir Vollgeld und fordern es für uns alle, lesen sie hier.

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Die Schuldenkrise lähmt unsere Gesellschaft: Vollgeld könnte das Problem lösen!

Die derzeitige Zentralbankpolitik erleichtert die Aufnahme von neuen Schulden und schiebt die Schuldenkrise in die Zukunft. Das gefährdet den Zusammenhalt unserer Gesellschaft, meint unser österreichisches Mitglied Dr.Raimund Dietz. Denn die Angst, den eingegangenen Verpflichtungen nicht nachkommen bzw. die eigenen Forderungen nicht realisieren zu können, steigt mit der Höhe des Schuldenbergs. Abhilfe bietet da die Umstellung auf ein Vollgeldsystem, meint der Autor in seinem Beitrag "Monetative- Korrektur einer fundamentalen Fehlentwicklung"

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Absurditäten der EZB-Politik

Die EZB-Politik ist kontraproduktiv und sie benachteiligt kleinere Banken, weil diese höhere Überschussreserven vorhalten müssen. Dies und andere Merkwürdigkeiten beschreibt Monetative-Mitglied Markus Müller hier.

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Die Abschaffung des Bargelds und seine Folgen

So heißt das neue Buch des Wissenschaftsredakteurs Dr.Norbert Häring von der Zeitung "Handelsblatt". Ein unbedingt lesenswertes Buch, das unser Geldsystem, seine großen Gefahren und die dort agierenden Personen anschaulich erklärt, aber auch seinen persönlichen Widerstand gegen die Abschaffung des Bargelds schildert. Ein Widerstand, zu dem er uns in diesem Buch alle ermutigt, bevor uns die "Anti-Bargeld-Connection" beherrscht und lückenlos überwacht. Lesen Sie die Rezension von Klaus Karwat hier

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Neues Buch "Wer regiert das Geld"

Der Journalist Paul Schreyer hat einen gut verständlichen Beitrag zum Verständnis unseres Geldsystems geschrieben. Da die große Mehrheit immer noch meint, nur Zentralbanken würden Geld schöpfen, kann es von solchen Büchern nicht genug geben. Denn nur, wenn das jetzige System in seiner ganzen Absurdität vonvielen Menschen richtig verstanden wird, gibt es die Aussicht auf eine grundlegende Reform. Lesen Sie eine kurze Besprechung des Buches hier

Klaus Karwat

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

Nur Bargeld ist gesetzliches Zahlungsmittel. Deswegen: Abschaffen GEHT GAR NICHT!

Derzeit wird mal wieder laut über die Abschaffung von Bargeld nachgedacht. Das GEHT GAR NICHT, denn Bargeld ist derzeit unser einziges gesetzliches Zahlungsmittel. Soll es nur noch von Banken nach deren eigenem Ermessen produziertes Privatgeld geben? Lesen Sie den Beitrag unseres Mitglieds Eberhard Gamm hier

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Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

Offener Brief an Finanzminister Schäuble zur Europäischen Einlagenversicherung

In einem offenen Brief kritisiert unser Mitglied Eberhard Gamm die geplante Europäische Einlagenversicherung und auch Eigenkapitalvorschriften für Banken als unzureichend. Vielmehr müsse das Problem an der Wurzel angepackt werden: An der unklaren rechtlichen Stellung des Buch-/Giralgelds, das selbst zu gesetztlichem Zahlungsmittel erklärt werden müsste. Dann wäre eine Einlagenversicherung für laufende Konten überflüssig. Lesen sie den Brief hier

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Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

Die Schweizer werden über eine Vollgeldreform abstimmen!

Die Schweizer Vollgeld-Initiative hat über 100.000 beglaubigte Unterschriften gesammelt. Damit kommt es in einem der nächsten Jahre zu einer Volksabstimmung über eine Vollgeldreform in der Schweiz, wie die Initiative in einer Presseerklärung mitteilt. Das ist nicht nur für die Schweiz von Bedeutung, sondern wird die Debatte über das derzeitige antiquierte und krisenanfällige Geldsystem in ganz Europa beleben. Bisher kam es schon in England und in Holland zu parlamentarischen Debatten über das Geldsystem, und in Island wurde ein Untersuchungskommission eingesetzt, die klären soll, wer auf welche Art und Weise Geld erzeugen und in Umlauf bringen darf. Wir gehen davon aus, dass der Erfolg der Schweizer Initiative auch neue Impulse für die Vollgeld-Debatte in Deutschland geben wird. Klaus Karwat

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Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.

Geld: Der große Aberglaube der modernen Welt

Früher gab es die Theorien über die flache Erde, den Tanz ums Goldene Kalb und den Ablasshandel, um vor dem Fegefeuer bewahrt zu werden. Heute haben wir einen anderen Mythos: „Der große Irrtum dieser Welt ist das Geld, wie es heute geschaffen und verwendet wird....“: Das schreibt der Schweizer Autor und Publizist Christoph Pfluger in seinem neuen Buch "Das nächste Geld: Die zehn Fallgruben des Geldsystems und wie wir sie überwinden können". Das Fatale dabei ist, dass uns laut Pfluger selbst die Wirtschaftswissenschaft wenig behilflich dabei ist, diesen Mythos aufzuklären: "„Die wissenschaftliche Nationalökonomie des Mainstream macht sich über Geld so wenig Gedanken wie der Fisch über das Wasser, in dem er schwimmt. Es ist einfach da. Aber das ist ein Irrtum – es wird gemacht. Und die Gesetze seiner Herstellung sind auch die Gesetze seiner Verwendung“. Auch deswegen wird das Geldsystem selbst von Experten nicht verstanden, und auch deswegen befürchtet Pfluger in absehbarer Zeit eine Implosion unseres Geldsystems. Er macht in seinem Buch deswegen Mut zu grundlegenden Reformen, z.B. einer Vollgeldreform, aber zu auch Komplementär-Währungen und alternativen Tauschsystemen. Lesen Sie eine Rezension zu seinem Buch hier, das Buch kann hier bestellt werden.

Klaus Karwat

 

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Finanzminister Schäuble versteht nicht, was eine Bank ist

Finanzminister Schäuble wird in der Berliner Zeitung vom 17.7.2015 mit folgender Aussage zitiert: "Der eine spart, der andere braucht Geld, das er noch nicht hat. Das muss organisiert werden. Das nennt man Bank. So einfach ist das." So denken leider noch viele in verantwortlichen Positionen. Auch wurde und wird das nach wie vor an vielen volkswirtschaftlichen Fakultäten so gelehrt. Wie es wirklich ist, lässt sich bei der Bundesbank in einem Schülerbuch für Gymnasien bei der Erklärung der Geldschöpfung nachlesen: “In der Regel gewährt die Geschäftsbank einem Kunden einen Kredit und schreibt ihm den entsprechenden Betrag auf dessen Girokonto als Sichteinlage gut. [...] Es ist Buchgeld entstanden oder es wurden 1.000 Euro Buchgeld geschaffen: Die Buchgeldschöpfung ist also ein Buchungsvorgang.” (Schülerbuch Geld- und Geldpolitik, S.68). Banken sind also keine reinen Finanzintermediäre, sondern schöpfen/produzieren/emittieren  mit kreativen Buchungen selbst das gesamte Buch- oder Giralgeld, was wir als elektronische Guthaben auf unseren Girokonten haben.  Das widerspricht zwar unser eigenen Auffassung von Geld, was auch nicht verwunderlich ist: Denn wir selbst können ja kein Geld produzieren. Die Banken aber dürfen das, und die Politiker tolerieren das. Oder sie wissen es nicht einmal, wie Herr Schäuble. Wenn jemand politische Verhandlungen über komplizierte Finanzfragen führt, der die Entstehung unseres Geldes und die Rolle der Banken dabei offensichtlich nicht verstanden hat, dann wird er den Karren ganz tief in den Graben fahren. So tragisch einfach ist das!

Klaus Karwat

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Fünf Billionen € zur Entschuldung Europas durch Vollgeldreform

Europa ist derzeit durch die Schuldenkrise Griechenlands politisch gelähmt. Leider wird nicht über grundlegende Änderungen in unserem Geld- und Finanzsystem diskutiert. Dabei würde die Umstellung auf ein Vollgeldsystem mit ausschließlich öffentlicher Geldschöpfung das europäische Schuldenproblem lösen. Lesen Sie unsere Erklärung dazu hier

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