Was ist Bargeld? Was ist Buch- oder Giralgeld?

Bargeld sind Geldscheine und Münzen. Buch- oder Giralgeld ist unbares Geld, welches das Geld auf den Girokonten, die täglich fälligen Sichteinlagen und die Spar- und Termineinlagen bei den Banken umfasst.

In welchem Verhältnis stehen Bargeld und Giralgeld?

Im Euroraum hat das von den Banken geschöpfte Giralgeld einen Anteil von 82%, Bargeld einen Anteil von 18% an der umlaufenden Geldmenge M1, die sich aus Münzen, Geldscheinen und Giralgeld zusammensetzt.

Wer schafft das Geld? Wer verteilt das Geld?

Geldscheine und Münzen werden in Deutschland von Druckereien und Münzprägeanstalten hergestellt und an die Deutsche Bundesbank ausgeliefert. Die Geschäftsbanken holen das Bargeld bei den Filialen der Bundesbank ab und bringen es in Umlauf. 

Unbares Buch- oder Giralgeld wird von Geschäftsbanken per Buchungseintrag im Computer geschaffen, wenn sie Zahlungen an Nichtbanken leisten (z.B. Auszahlung von Krediten, Investments, Zins- und Lohnzahlungen). Die Banken entscheiden, wer das Geld bekommt und wo es zuerst landet.

Wem gehört das Geld auf Ihrem Girokonto?

Das Guthaben auf dem Konto symbolisiert lediglich einen Zahlungsanspruch des Kontoinhabers gegenüber der Bank auf Auszahlung von gesetzlichen Zahlungsmitteln (Noten und Münzen). Dem Kontoinhaber gehört also kein Geld, sondern eine Forderung auf Auszahlung von Geld. Im Konkursfall einer Bank ist er dann Gläubiger der Bank, verfügt aber über keinerlei Sicherheiten. Seine Forderung kann dann also wertlos werden.

Mit welchem Geld können Sie bezahlen?

Mit Bargeld, d.h. mit Geldscheinen und Münzen. Mit Guthaben vom Girokonto (Giralgeld) mit Hilfe verschiedener Zahlungsverfahren wie Schecks, Lastschriften, Kreditkarten, Paypal etc.. Mit jedem Geld, das der jeweilige Geschäftspartner anerkennt.

Was ist davon gesetzliches Zahlungsmittel?

Gesetzliches Zahlungsmittel sind nur Münzen und Geldscheine. Unbares, von Geschäftsbanken geschaffenes Buch- oder Giralgeld ist kein gesetzliches Zahlungsmittel.