Tagung von Volkswirten, die sich neu orientieren

Vom 31.10. - 3.11. findet in Hamburg ein Kongress des "Netzwerks Plurale Ökonomik"  statt. Getragen wird der Kongress vom "Netzwerk Plurale Ökonomik e.V.", dem auch Monetative-Mitglied Prof. Helge Peukert angehört.

Die Finanzkrise hat Licht auf strukturelle Defizite der heutigen Volkswirtschaftslehre (VWL) geworfen, welche aus  Sicht des "Netzwerks Plurale Ökonomik e.V." vor allem in einer geistigen Monokultur der aktuellen Forschung und Lehre liegen. Auch Jahre nach Beginn der Krise besteht die ökonomische Ausbildung im deutschsprachigen Raum unverändert aus einem einseitigen Lehrplan, der teils weltfremde, teils überkommene Modelle meist einer einzigen Theorie und eine extreme Mathematisierung priorisiert. Immer mehr Studierende der VWL fordern daher dringende Reformen, insbesondere eine umfassende methodische, historisch-philosophisch reflektierte und plurale Neuausrichtung der ökonomischen Bildung.

Aus der Sicht von Monetative e.V. ist das sehr begrüßenswert. Wir hoffen, dass auch das Thema "Geldschöpfung" dann nicht mehr so stiefmütterlich behandelt wird wie bisher.

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.