Ist die Europäische Bankenunion eine Mogelpackung?

Sie soll der große Wurf werden, um Bankenkrisen in Zukunft zu verhindern und vor allem den Steuerzahler vor teuren Rettungsaktionen zu bewahren: Die Europäische Bankenunion. Es  gibt aber vermehrt Zweifel, ob das, was Europäische Kommission, Parlament und Ministerrat bisher vorgelegt haben, auch wirklich eine Lösung darstellt oder nicht sogar die Lage verschlimmert: Ist der bankeigene Rettungsfonds groß genug, (55 Mrd. €, zum Vergleich: Allein die Deutsche Bank hat eine Bilanzsumme von 2000 Mrd. €), bringt mehr und zentralere Kontrolle duch die EZB eine Besserung (es werden dieselben Kontrolleure sein, die vor der Finanzkrise bei  der Kontrolle versagt haben), ist die Beteiligung von Bank-Eigentümern und Bank-Gläubigern an Rettungsaktionen glaubwürdig (sie sollen nur 8% übernehmen), erzeugt eine gemeinschaftliche europäische Haftung für öffentliche Rettungsgelder nicht mangelndes Verantwortungsgefühl? Lesen Sie hier den Stand der Dinge in Sachen Bankenunion (EU-Presseerklärung auf englisch), und was der bekannte Wirtschaftspublizist Dr.Norbert Häring (u.a. Redakteur beim Handelsblatt) dazu meint (hier).
 

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.