ISLAND DISKUTIERT VOLLGELD

Island hat schon bei der Bewältigung der Finanzkrise einen anderen Weg eingeschlagen als andere Länder: Banken wurden nicht gerettet, und Verantwortliche für die Krise wurden zur Rechenschaft gezogen. Am Montag 5.9.2016 hat jetzt der neue isländische Ministerpräsident Johannesson zu einer prominent besetzten Tagung über Vollgeld eingeladen. Grundlage der Tagung ist ein Bericht der Wirtschaftsprüfer der Firma KPMG, den Sie hier finden.

Die Video-Aufzeichnung der Tagung finden sie hier. Es sprechen:
- ab 0:16h: Der Vertreter des Ministerpräsidenten,
- ab 0:19h: Sigurvin Sigurjónsson von KPMG erläutert seinen Bericht,
- ab 0:37h: Mar Gudmundsson, Präsident der isländischen Zentralbank,
- ab 1:05h: Martin Wolf, Chefkommentator der Zeitung Financial Times, 
- ab 1:45h: Beginn der Podiumsdiskussion.

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.