Chefkommentator der Financial Times fordert Vollgeld

Der ökonomische Chefkommentator der Wirtschaftszeitung Financial Times, Martin Wolf, tritt in einem Kommentar vom 24.4.2014 dafür ein, dass den Banken das Recht zur Geldschöpfung entzogen wird.  Er schreibt : " Banknoten drucken ist illegal, aber privat Geld schöpfen nicht. Die Interdependenz zwischen Staat und geldschöpfenden Privatunternehmen (Anmerkung: gemeint sind die Banken) ist die Hauptquelle der Instabilität unserer Wirtschaftssysteme. Sie könnte - und sollte - beendet werden." (Übersetzung von Klaus Karwat.) Er bezieht sich in seinem Artikel auf das Buch Modernising Money, das von unserer britischen Schwesterorganisation "positive money" veröffentlicht wurde und übernimmt deren zentrale Forderungen. Wenn Sie sich kostenlos bei Financial Times registrieren, können Sie den Kommentar hier lesen, die zentralen Auszüge aus dem Artikel und den Kommentar dazu von positive money finden Sie hier.

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.