Banken verdienen kein Geld, sondern lassen andere für sich arbeiten

Banken und Nichtbanken verbuchen Geld unterschiedlich: Für die einen (uns "Nichtbanken") ist Geld ein Vermögenswert, für Banken hingegen lediglich eine Verbindlichkeit, die von den Banken selbst erzeugt werden kann (ausgenommen das Bargeld). Doch die Bilanzierung von Banken und Nichtbanken erweckt den Eindruck, als würden Banken Geld genauso "verdienen" wie andere Unternehmen auch. In einem Diskussionspapier stellt Monetative-Vorstandsmitglied Christian Schantz die These auf, dass Bankbilanzen die Ertragslage von Banken verfälscht darstellen, weil Banken andere bezahlen können, ohne vorher selbst etwas verdienen zu müssen. Dieses Papier werden wir in einem Monetative-Workshop am 28.2. diskutieren, näheres finden Sie unter der Rubrik workshops hier

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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.