5 bedeutende Gründe für: Geld sollte genauso wie Gesetz, Macht und Recht demokratisch legitimiert, durch Gewaltenteilung geschützt werden und der Gebrauch dem Gemeinwohl verpflichtet sein.

Eine solche Reform hätte fünf bedeutende Vorteile:

 

  • Erstens wäre das Geld sicher, auch ohne Staatsgarantie, denn unbare Geldguthaben könnten bei Insolvenz nicht mehr verschwinden. Der allgemeine Zahlungsverkehr wäre auch in einer Bankenkrise nicht gefährdet. Politik und Öffentlichkeit wären durch Bankenkrisen nicht mehr erpressbar.

  • Zweitens wären der Über- und Untersteuerung des Geldangebots durch die Banken Grenzen gesetzt. Für spekulative Exzesse auf Pump (leverage) ginge den Märkten der allzu billig verfügbare Geldtreibstoff aus. Der Geldfluss würde sich verstetigen, Konjunktur- und Börsenzyklen würden moderater verlaufen.

  • Drittens, und im Gegensatz zur heutigen inflationären Geldschöpfung der Banken, hätte die Zentralbank die Geldmenge erstmals unter vollständiger Kontrolle. Sie kann Spekulationsblasen und Preisinflation wirkungsvoll vorbeugen, indem sie die Geldmenge in Übereinstimmung mit dem realwirtschaftlichen Entwicklungspotenzial steuert.

  • Viertens käme der laufende Gewinn aus der Geldschöpfung - die Seigniorage - ungeschmälert dem öffentlichen Haushalt zugute, nicht länger den Banken als unverdienter Extragewinn. Ein inflationsneutraler Zuwachs der Geldmenge entspricht dem zu erwartenden Wachstum der Realwirtschaft. So entsprechen nach heutigen Maßstäben 1-2-3 Prozent Wirtschaftswachstum in Deutschland einem Geldmengenzuwachs und somit einer Seigniorage in Höhe von 25-50-75 Mrd Euro. Damit lassen sich 2,4 - 4,8 - 7,2 Prozent der öffentlichen Gesamtausgaben bestreiten.

  • Fünftens, und aktuell von besonderer Bedeutung, ergibt sich die buchstäblich einmalige Gelegenheit, die drückende Staatsschuld in wenigen Jahren um zwei Drittel abzubauen – geräuschlos und ohne schmerzliche Einschnitte. Denn mit der Reform tritt Vollgeld, das per Seigniorage in Umlauf kommt, an die Stelle des heutigen, verzinslich per Kredit geschöpften Geldes – zum einen des Giralgeldes, darüber hinaus der Kreditschulden der Banken bei der Zentralbank. Dieser verzinsliche Bestand an altem Kreditgeld würde im Verlauf weniger Jahre durch Vollgeld substituiert, woraus der öffentlichen Hand einmalig eine entsprechend hohe Übergangs-Seigniorage zuflösse. Damit kann der öffentliche Schuldenstand abgebaut werden. Ende 2008 handelte es sich in Deutschland um Giralgelder in Höhe von 833 Mrd. Euro, darüber hinaus um Kreditschulden der Banken bei der Zentralbank in Höhe von 278 Mrd. Euro, zusammen 1.111 Mrd. Euro. Das entsprach 67 Prozent der gesamten Staatsschuld in Höhe von 1.652 Mrd. Euro zu diesem Zeitpunkt.

 

Ich will Vollgeld von der Monetative und eine dienende Finanzwirtschaft

Herbert Haberl

Mobil: 0170-7620660; Email: herbert.haberl@monetative.deProfile: InnovativeMitteXingLinkedInFacebookGoogle+  

Monetative e.V.

Homepage: www.monetative.de; Zeitung: Die neue Geldordnung; Soziale Medien: BlogFacebookTwitterYoutube


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Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.