Sind Zinsen ungerecht oder gar unredlich?

Der Zinseszinsmechanismus ist ein Problem, aber keine Zinsen sind  auch ein Problem, denn eine praktikable und anschlussfähige Alternative zur Zinslenkung derFinanzwirtschaft ist nicht in Sicht.

Die Frage, was den 'guten Preis' für eineDienstleistung, auch für eine Finanzdienstleistung, vom 'bösen Zins'unterscheidet, ist nach wie vor nichtzufreidenstellend geklärt.

Die großen Geldvermögen sind in den zurückliegenden Jahrzehnten nicht nur durch ungebrochene Zinsakkumulation entstanden, sondern viel mehr noch durch die Erzeugung von Finanzaktiva 'aus dem Nichts', aufgehebelt durch Giralgeldkredite 'aus dem Nichts'. Vollgeld würde das unterbinden.

Die Verschiebung der Einkommensverteilung zugunsten der Kapitaleinkünfte und zulasten der Arbeitseinkommen muss unbedingtkorrigiert und einer Wiederholung vorgebeugt werden. Aber dies ist nicht Aufgabe einer Geldreform und der Geldpolitik, sondern in erster Linie Aufgabe der Steuerpolitik bzgl lfd Großeinkommen, großer Geldvermögen und Erbschaften.

Da Vollgeld wieder angemessen knappes Geld sein würde, wäre billiges Instant Money für Finanzmarktspekulation so kaum mehr vorhanden, Geld würde wieder vermehrt zuerst in die Realwirtschaft fließen. Dazu braucht es freilich auch ergänzende Finanzmarkt-Reformmaßnahmen, da auch dieses Thema durch eine Geldreform und Geldpolitik alleine nicht hinreichend beantwortet werden kann.

Eine Geldreform und Geldpolitik, die alles das gleichzeitig will, könnte das überhaupt nicht einlösen und dürfte im Ergebnisvermutlich überhaupt nichts erreichen.

Comment /Source

Sekretariat Monetative

Die Wurzel der aktuellen Banken- und Staatsschuldenkrise liegt im Geldsystem. Es erzeugt überschießend Kredit und fördert damit Spekulationsblasen ebenso wie Inflation und die Überschuldung vieler Beteiligter, nicht zuletzt die des Staates und der Banken selbst. Finanz- und Realwirtschaft können nur funktionieren auf der Grundlage einer stabilen und gerechten Geldordnung. Deshalb setzen wir uns ein für Geldschöpfung in öffentliche Hand 1. die Wiederherstellung des staatlichen Vorrechts der Geldschöpfung in der Verantwortung der unabhängigen Zentralbank 2. die Beendigung der Giralgeldschöpfung der Banken 3. die Inumlaufbringung neu geschöpften Geldes durch öffentliche Ausgaben.