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	<title>Kommentare f&#252;r </title>
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	<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 04:43:18 +0000</pubDate>
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		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von Ernst Dorfner</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1810</link>
		<dc:creator>Ernst Dorfner</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Aug 2010 09:41:27 +0000</pubDate>
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		<description>Huber unterscheidet zwischen Kredit und Darlehen.Was die Geschäftsbanken vegeben können, sind Darlehen, die eine entsprechende Spareinlage voraussetzen (so wie die Lehrmeinung es als gegeben vertritt). Kredit kann nur die ZB vergeben, da aus Krediten neues Geld entsteht. 
Siehe dazu J. Huber, Reform der Geldschöpfung: "Wenn eine Bank unter Vollgeldbedingungen ein Darlehen vergibt, so müssen die betreffenden Geldmittel auf dem Zentralbankkonto der Bank positiv vorhanden sein, in der Regel dadurch, dass sie diese zuvor aufgenommen hat. Sofern dabei die Bank Geld von ihren eigenen Kunden leiht, kann dies nicht mehr dadurch geschehen, dass eine täglich fällige Verbindlichkeit in eine längerfristige Verbindlichkeit umgebucht wird. Stattdessen wird ein realer Geldtransfer stattfinden: vom Geldkonto des Kunden auf das Zentralbankkonto der Bank. Wenn umgekehrt eine Bank einem Kunden ein Darlehen auszahlt, so erfolgt dies nicht durch Girokontogutschrift, sondern: durch einen Vollgeldtransfer vom Zentralbankkonto der Bank auf das Geldkonto des Kunden." (s. 20)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Huber unterscheidet zwischen Kredit und Darlehen.Was die Geschäftsbanken vegeben können, sind Darlehen, die eine entsprechende Spareinlage voraussetzen (so wie die Lehrmeinung es als gegeben vertritt). Kredit kann nur die ZB vergeben, da aus Krediten neues Geld entsteht.<br />
Siehe dazu J. Huber, Reform der Geldschöpfung: &#8220;Wenn eine Bank unter Vollgeldbedingungen ein Darlehen vergibt, so müssen die betreffenden Geldmittel auf dem Zentralbankkonto der Bank positiv vorhanden sein, in der Regel dadurch, dass sie diese zuvor aufgenommen hat. Sofern dabei die Bank Geld von ihren eigenen Kunden leiht, kann dies nicht mehr dadurch geschehen, dass eine täglich fällige Verbindlichkeit in eine längerfristige Verbindlichkeit umgebucht wird. Stattdessen wird ein realer Geldtransfer stattfinden: vom Geldkonto des Kunden auf das Zentralbankkonto der Bank. Wenn umgekehrt eine Bank einem Kunden ein Darlehen auszahlt, so erfolgt dies nicht durch Girokontogutschrift, sondern: durch einen Vollgeldtransfer vom Zentralbankkonto der Bank auf das Geldkonto des Kunden.&#8221; (s. 20)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von Beobachter</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1809</link>
		<dc:creator>Beobachter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 16:41:05 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo @Max 
 
 &gt;&gt; Beo: Das Sparen entspricht hier einem Kredit des Kunden an seine Bank, mit bestimmter Laufzeit und Zinsvereinbarung. 
 &gt; Max: Das widerspricht sich aber mit dem, was Prof. Huber sagt. Nämlich, dass es keine Zinsen mehr auf Spareinlagen gäbe (weil die Bank dieses Geld auch nicht mehr weiterverleihen darf), sondern im Gegenteil, Kontoführungsgebühren zu entrichten sind. (Dass Gebühren für andere Konten, die vor allem für Finanztransaktionen des Kunden dienen, in Kauf genommen werden, mag ja sein, Problem sind die Sparkonten). 
 
 _ Ich weis nicht, wo das steht. Meine eigene Meinug ist : Du gibst deiner Bank einen Kredit mit bestimmter Laufzeit und Zinsvereinbarung. Die Bank verleiht dein Geld weiter und kassiert dafür Zins. Einen Teil dieser Zinseinnahme gibt sie an dich weiter; den Rest behält sie. Was gibt's da nicht zu verstehen ? Eine andere Form des Sparens gibt es nicht und hat es nie gegeben. Wo soll denn die Bank den Zins hernehmen, den sie dir zahlen soll ?? Behälst du dein Geld täglich verfügbar auf deinem Girodepot, bekommst natürlich dafür nichts und musst Verwaltungsgebühr zahlen - wie heutzutage auch. 
 _ Ganz anders sieht die Lage aus, wenn es eine Geldsteuer (Umlaufgebühr) auf das flüssige Vollgeld gibt, von z.B. 6% p.a.. Dann wirst du dein Geld gerne auch dann an deine Bank verleihen, wenn der Sparzins nur 0% oder gar -2% beträgt. Sonst du gibst dein Geld lieber zügig aus - was der Wirtschaft zugute kommt. 
 
 &gt; Es würde niemand mehr einer Bank eine größere Spareinlage oder einen Kredit anvertrauen, wenn es keine Zinsen dafür gäbe. Man kann ja nicht sagen: auf Spareinlagen gibts keine Zinsen, aber auf erhaltene Kredite schon. Wo oder wie will man denn die Grenze zwischen Sparkonto und Kredit ziehen? 
 
 Dein Sparen ist dein Kredit an deine Bank, heute wie auch in der Monetative. Da gibt es nichts neues. Geht die Bank Pleite, ist normalerweise auch dein Sparguthaben futsch. 
 
 &gt; Wer soll derjenige sein, der einen Kredit an eine Bank vergibt? Peter Pichler hat es ja schon gesagt - in Frage käme als Kreditgeber eigentlich nur die zentrale Notenbank [...] Falls das nicht zutrifft, würde ich mich freuen, wenn jemand darlegt, wer außer der Notenbank in der Lage sein soll, Kredite zu vergeben. 
 
 Nein, es gibt keinerlei Kredite von der Monetative, an Niemanden außer an den Staat (= Bürgergemeinde) - um die initiale bzw. durchschnittliche Geldmenge in das System einzufüllen. Danach ist Schluss. Das Spar- &amp; Kreditgeschäft von Jederman bleibt Sache allein der privaten Banken und Risiko der Kunden. 
 
 Mit Gruß, Beobachter</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo @Max </p>
<p> &gt;&gt; Beo: Das Sparen entspricht hier einem Kredit des Kunden an seine Bank, mit bestimmter Laufzeit und Zinsvereinbarung.<br />
 &gt; Max: Das widerspricht sich aber mit dem, was Prof. Huber sagt. Nämlich, dass es keine Zinsen mehr auf Spareinlagen gäbe (weil die Bank dieses Geld auch nicht mehr weiterverleihen darf), sondern im Gegenteil, Kontoführungsgebühren zu entrichten sind. (Dass Gebühren für andere Konten, die vor allem für Finanztransaktionen des Kunden dienen, in Kauf genommen werden, mag ja sein, Problem sind die Sparkonten). </p>
<p> _ Ich weis nicht, wo das steht. Meine eigene Meinug ist : Du gibst deiner Bank einen Kredit mit bestimmter Laufzeit und Zinsvereinbarung. Die Bank verleiht dein Geld weiter und kassiert dafür Zins. Einen Teil dieser Zinseinnahme gibt sie an dich weiter; den Rest behält sie. Was gibt&#8217;s da nicht zu verstehen ? Eine andere Form des Sparens gibt es nicht und hat es nie gegeben. Wo soll denn die Bank den Zins hernehmen, den sie dir zahlen soll ?? Behälst du dein Geld täglich verfügbar auf deinem Girodepot, bekommst natürlich dafür nichts und musst Verwaltungsgebühr zahlen - wie heutzutage auch.<br />
 _ Ganz anders sieht die Lage aus, wenn es eine Geldsteuer (Umlaufgebühr) auf das flüssige Vollgeld gibt, von z.B. 6% p.a.. Dann wirst du dein Geld gerne auch dann an deine Bank verleihen, wenn der Sparzins nur 0% oder gar -2% beträgt. Sonst du gibst dein Geld lieber zügig aus - was der Wirtschaft zugute kommt. </p>
<p> &gt; Es würde niemand mehr einer Bank eine größere Spareinlage oder einen Kredit anvertrauen, wenn es keine Zinsen dafür gäbe. Man kann ja nicht sagen: auf Spareinlagen gibts keine Zinsen, aber auf erhaltene Kredite schon. Wo oder wie will man denn die Grenze zwischen Sparkonto und Kredit ziehen? </p>
<p> Dein Sparen ist dein Kredit an deine Bank, heute wie auch in der Monetative. Da gibt es nichts neues. Geht die Bank Pleite, ist normalerweise auch dein Sparguthaben futsch. </p>
<p> &gt; Wer soll derjenige sein, der einen Kredit an eine Bank vergibt? Peter Pichler hat es ja schon gesagt - in Frage käme als Kreditgeber eigentlich nur die zentrale Notenbank [...] Falls das nicht zutrifft, würde ich mich freuen, wenn jemand darlegt, wer außer der Notenbank in der Lage sein soll, Kredite zu vergeben. </p>
<p> Nein, es gibt keinerlei Kredite von der Monetative, an Niemanden außer an den Staat (= Bürgergemeinde) - um die initiale bzw. durchschnittliche Geldmenge in das System einzufüllen. Danach ist Schluss. Das Spar- &amp; Kreditgeschäft von Jederman bleibt Sache allein der privaten Banken und Risiko der Kunden. </p>
<p> Mit Gruß, Beobachter</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von Beobachter</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1808</link>
		<dc:creator>Beobachter</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 15:57:55 +0000</pubDate>
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		<description>@Lorenz Hallo  
 &gt; b) Sollten Sichtguthaben nicht einfach verboten werden - jetzt oder in einer hypothetischen “Monetative-Welt”? 
 
 _ Es steht doch klar in der "Monetative-Welt" geschrieben, dass es keinerlei Sichguthaben in den Bankenbilanzen geben würde. Also brauchen sie auch nicht verboten zu werden. 
 _ Die Girokonten der Kunden befinden sich außerhalb der Bankenbilanzen - es sind eGeld/Vollgeld-Deposits, von der Bank im Auftrag der Kunden verwaltet. Die Bank kann somit alle Aufträge des Kunden erledigen, wie heute üblich (einschl. Online-Banking). 
 _ Dein Bargeld erscheint doch auch nicht in der Bilanz irgendeiner Geschäftsbank, oder !? Du könntest es prinzipiell auch in dein Depot bei deiner Bank legen und von dieser verwalten lassen - es hätte immer noch nichts in der Bankbilanz zu suchen. 
 _ Die Giro-/Vollgeldguthaben befinden sich aber auf der Aktivseite der Kundenbilanzen. Es handelt sich um Vollgeld, welches keiner weiteren Deckung bedarf - und nicht einfach wertlos werden kann, wenn z.B. die Bank Pleite macht. Die buchtechnische Entsprechung zu diesem Aktivposten befindet sich auf der Passivseite der Zentralbank-Bilanz, etwa unter dem Posten "eGeld im Umlauf", analog zu und neben dem Posten "Banknoten im Umlauf" in der heutigen ZB-Bilanz (vgl. hier die BuBa-Bilanz). 
 ____________________________________________ 
 
 @Ralf  Hallo 
 &gt; c) Was hältst du von der EZB, besonders im Bezug auf ihre weitläufige Unabhängigkeit, und ihrer absoluten Priorität, der Preisstabilität? 
 
 Die EZB ist absolut nicht in der Lage, ihrer "absoluten Priorität", der Preisstabilität nachzugehen, ohne dass die Wirtschaft dabei zügig abkacken würde - und zwar aus mehreren Gründen. Das heutige System macht es nicht möglich. Die ZB muss die Währung inflationieren, um den Laden mehr schlecht als recht über Wasser zu halten - das neuerdings selbsterklärte (!) Ziel der EZB beträgt 2-3%. Selbst das ist fraglich, ob es ihr noch gelingt. Denn, egal wieviel Geld hereinkommt, es landet nicht dort, wo es wirklich benötigt wird, nämlich in den Arbeitslöhnen und auf den Waren-/Leistungsmärkten. Ohne Lohnsteigerungen ist aber keine Inflation möglich, ohne dass der Konsum real zurückgeht - denn wer solle bitte teuerer werdende Ware kaufen ? Die Folge ist sofort eine Rezession - nämlich die heutige Situation. 
 
 &gt; d) Insbesondere: soll es der Monetative erlaubt sein, den Staatshaushalt (oder die Staatshaushälte der Eurozone) direkt zu finanzieren? 
 
 _ Nein, der Monetative ist es nicht erlaubt, den Staatshaushalt zu finanzieren. Sie moduliert lediglich eigenmächtig die Steuereinnahmen der Regierung, indem sie diese laufend etwas aufstockt oder kürzt, um dadurch die umlaufende Geldmenge zu regulieren und für Preisstabilität in der Realwirtschaft zu sorgen. Die Regierung kann sich kein Geld bei der ZB bestellen oder einfach abholen. 
 _ Nach meinem Dafürhalten sollte sie auch eigenmächtig eine variable Steuer auf die Geldhaltung, sog. Umlaufgebühr) erheben, und diese an die Regierung als Steuereinnahme weiterleiten, um dem Horten von Geld eine Gegenkraft entgegenzusetzen. 
 _ Alle Haushaltsfragen und sonstigen Steuerabgaben sind allein Sache der Regierung und ihrer Wähler. 
 
 Mit Gruß, Beobachter</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lorenz Hallo<br />
 &gt; b) Sollten Sichtguthaben nicht einfach verboten werden - jetzt oder in einer hypothetischen “Monetative-Welt”? </p>
<p> _ Es steht doch klar in der &#8220;Monetative-Welt&#8221; geschrieben, dass es keinerlei Sichguthaben in den Bankenbilanzen geben würde. Also brauchen sie auch nicht verboten zu werden.<br />
 _ Die Girokonten der Kunden befinden sich außerhalb der Bankenbilanzen - es sind eGeld/Vollgeld-Deposits, von der Bank im Auftrag der Kunden verwaltet. Die Bank kann somit alle Aufträge des Kunden erledigen, wie heute üblich (einschl. Online-Banking).<br />
 _ Dein Bargeld erscheint doch auch nicht in der Bilanz irgendeiner Geschäftsbank, oder !? Du könntest es prinzipiell auch in dein Depot bei deiner Bank legen und von dieser verwalten lassen - es hätte immer noch nichts in der Bankbilanz zu suchen.<br />
 _ Die Giro-/Vollgeldguthaben befinden sich aber auf der Aktivseite der Kundenbilanzen. Es handelt sich um Vollgeld, welches keiner weiteren Deckung bedarf - und nicht einfach wertlos werden kann, wenn z.B. die Bank Pleite macht. Die buchtechnische Entsprechung zu diesem Aktivposten befindet sich auf der Passivseite der Zentralbank-Bilanz, etwa unter dem Posten &#8220;eGeld im Umlauf&#8221;, analog zu und neben dem Posten &#8220;Banknoten im Umlauf&#8221; in der heutigen ZB-Bilanz (vgl. hier die BuBa-Bilanz).<br />
 ____________________________________________ </p>
<p> @Ralf  Hallo<br />
 &gt; c) Was hältst du von der EZB, besonders im Bezug auf ihre weitläufige Unabhängigkeit, und ihrer absoluten Priorität, der Preisstabilität? </p>
<p> Die EZB ist absolut nicht in der Lage, ihrer &#8220;absoluten Priorität&#8221;, der Preisstabilität nachzugehen, ohne dass die Wirtschaft dabei zügig abkacken würde - und zwar aus mehreren Gründen. Das heutige System macht es nicht möglich. Die ZB muss die Währung inflationieren, um den Laden mehr schlecht als recht über Wasser zu halten - das neuerdings selbsterklärte (!) Ziel der EZB beträgt 2-3%. Selbst das ist fraglich, ob es ihr noch gelingt. Denn, egal wieviel Geld hereinkommt, es landet nicht dort, wo es wirklich benötigt wird, nämlich in den Arbeitslöhnen und auf den Waren-/Leistungsmärkten. Ohne Lohnsteigerungen ist aber keine Inflation möglich, ohne dass der Konsum real zurückgeht - denn wer solle bitte teuerer werdende Ware kaufen ? Die Folge ist sofort eine Rezession - nämlich die heutige Situation. </p>
<p> &gt; d) Insbesondere: soll es der Monetative erlaubt sein, den Staatshaushalt (oder die Staatshaushälte der Eurozone) direkt zu finanzieren? </p>
<p> _ Nein, der Monetative ist es nicht erlaubt, den Staatshaushalt zu finanzieren. Sie moduliert lediglich eigenmächtig die Steuereinnahmen der Regierung, indem sie diese laufend etwas aufstockt oder kürzt, um dadurch die umlaufende Geldmenge zu regulieren und für Preisstabilität in der Realwirtschaft zu sorgen. Die Regierung kann sich kein Geld bei der ZB bestellen oder einfach abholen.<br />
 _ Nach meinem Dafürhalten sollte sie auch eigenmächtig eine variable Steuer auf die Geldhaltung, sog. Umlaufgebühr) erheben, und diese an die Regierung als Steuereinnahme weiterleiten, um dem Horten von Geld eine Gegenkraft entgegenzusetzen.<br />
 _ Alle Haushaltsfragen und sonstigen Steuerabgaben sind allein Sache der Regierung und ihrer Wähler. </p>
<p> Mit Gruß, Beobachter</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von frank</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1807</link>
		<dc:creator>frank</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Jul 2010 20:18:41 +0000</pubDate>
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		<description>Fehler der Teilreservesystems /Ursache der Wirtschaftskrise



http://video.google.com/videoplay?docid=1315673209240201609#</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Fehler der Teilreservesystems /Ursache der Wirtschaftskrise</p>
<p><a href="http://video.google.com/videoplay?docid=1315673209240201609#" rel="nofollow">http://video.google.com/videoplay?docid=1315673209240201609#</a></p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von Max</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1803</link>
		<dc:creator>Max</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 14:10:00 +0000</pubDate>
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		<description>@beobachter und Peter:
"Das Sparen entspricht hier einem Kredit des Kunden an seine Bank, mit bestimmter Laufzeit und Zinsvereinbarung. "
Das widerspricht sich aber mit dem, was Prof. Huber sagt. Nämlich, dass es keine Zinsen mehr auf Spareinlagen gäbe (weil die Bank dieses Geld auch nicht mehr weiterverleihen darf), sondern im Gegenteil, Kontoführungsgebühren zu entrichten sind. (Dass Gebühren für andere Konten, die vor allem für Finanztransaktionen des Kunden dienen, in Kauf genommen werden, mag ja sein, Problem sind die Sparkonten). Es würde niemand mehr einer Bank eine größere Spareinlage oder einen Kredit anvertrauen, wenn es keine Zinsen dafür gäbe. Man kann ja nicht sagen: auf Spareinlagen gibts keine Zinsen, aber auf erhaltene Kredite schon. Wo oder wie will man denn die Grenze zwischen Sparkonto und Kredit ziehen? Wer soll derjenige sein, der einen Kredit an eine Bank vergibt?  Peter Pichler hat es ja schon gesagt - in Frage käme als Kreditgeber eigentlich nur die zentrale Notenbank. Das würde aber bedeuten, dass alle anderen Banken nur noch verwaltungstechnisch fungieren und der Geldfluss zentral gesteuert wird. Dann würde es sozusagen immer der Zustimmung der Notenbak bedürfen, wenn eine Bank einen Kredit vergeben will. 

Falls das nicht zutrifft, würde ich mich freuen, wenn jemand darlegt, wer außer der Notenbank in der Lage sein soll, Kredite zu vergeben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@beobachter und Peter:<br />
&#8220;Das Sparen entspricht hier einem Kredit des Kunden an seine Bank, mit bestimmter Laufzeit und Zinsvereinbarung. &#8221;<br />
Das widerspricht sich aber mit dem, was Prof. Huber sagt. Nämlich, dass es keine Zinsen mehr auf Spareinlagen gäbe (weil die Bank dieses Geld auch nicht mehr weiterverleihen darf), sondern im Gegenteil, Kontoführungsgebühren zu entrichten sind. (Dass Gebühren für andere Konten, die vor allem für Finanztransaktionen des Kunden dienen, in Kauf genommen werden, mag ja sein, Problem sind die Sparkonten). Es würde niemand mehr einer Bank eine größere Spareinlage oder einen Kredit anvertrauen, wenn es keine Zinsen dafür gäbe. Man kann ja nicht sagen: auf Spareinlagen gibts keine Zinsen, aber auf erhaltene Kredite schon. Wo oder wie will man denn die Grenze zwischen Sparkonto und Kredit ziehen? Wer soll derjenige sein, der einen Kredit an eine Bank vergibt?  Peter Pichler hat es ja schon gesagt - in Frage käme als Kreditgeber eigentlich nur die zentrale Notenbank. Das würde aber bedeuten, dass alle anderen Banken nur noch verwaltungstechnisch fungieren und der Geldfluss zentral gesteuert wird. Dann würde es sozusagen immer der Zustimmung der Notenbak bedürfen, wenn eine Bank einen Kredit vergeben will. </p>
<p>Falls das nicht zutrifft, würde ich mich freuen, wenn jemand darlegt, wer außer der Notenbank in der Lage sein soll, Kredite zu vergeben.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von Lorenz</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1801</link>
		<dc:creator>Lorenz</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jun 2010 13:35:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.monetative.de/?page_id=31#comment-1801</guid>
		<description>@Beobachter:

Ich habe noch ein paar Fragen an dich:

a) Die Problematik von Bank runs ist ja weitgehend bekannt. Wieso gibt es deiner Meinung nach immer noch Banken, die Sichtdeposita anbieten? (Einlagensicherung und Spitzenrefinanzierungsfazilität (urks!) bitte aus dem Spiel lassen)
b) Sollten Sichtguthaben nicht einfach verboten werden - jetzt oder in einer hypothetischen "Monetative-Welt"?

---
@Ralf:

Danke für die ausführliche Antwort. Ich habe allerdings nie an der Giralgeldschöpfung gezweifelt! Gezweifelt habe ich an einigen Teilen deiner Erläuterung, denn ich habe  noch nie gehört, dass GB ihr Eigenkapital verleihen, und dass M1 somit von dessen Größe abhängt, und nicht von 1/Mindestreservesatz!

Aber ich habe auch eine Frage an dich (und die anderen Monetative-Fans):
c) Was hältst du von der EZB, besonders im  Bezug auf ihre weitläufige Unabhängigkeit, und ihrer absoluten Priorität, der Preisstabilität?
d) Insbesondere: soll es der Monetative erlaubt sein, den Staatshaushalt (oder die Staatshaushälte der Eurozone) direkt zu finanzieren?

MfG</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Beobachter:</p>
<p>Ich habe noch ein paar Fragen an dich:</p>
<p>a) Die Problematik von Bank runs ist ja weitgehend bekannt. Wieso gibt es deiner Meinung nach immer noch Banken, die Sichtdeposita anbieten? (Einlagensicherung und Spitzenrefinanzierungsfazilität (urks!) bitte aus dem Spiel lassen)<br />
b) Sollten Sichtguthaben nicht einfach verboten werden - jetzt oder in einer hypothetischen &#8220;Monetative-Welt&#8221;?</p>
<p>&#8212;<br />
@Ralf:</p>
<p>Danke für die ausführliche Antwort. Ich habe allerdings nie an der Giralgeldschöpfung gezweifelt! Gezweifelt habe ich an einigen Teilen deiner Erläuterung, denn ich habe  noch nie gehört, dass GB ihr Eigenkapital verleihen, und dass M1 somit von dessen Größe abhängt, und nicht von 1/Mindestreservesatz!</p>
<p>Aber ich habe auch eine Frage an dich (und die anderen Monetative-Fans):<br />
c) Was hältst du von der EZB, besonders im  Bezug auf ihre weitläufige Unabhängigkeit, und ihrer absoluten Priorität, der Preisstabilität?<br />
d) Insbesondere: soll es der Monetative erlaubt sein, den Staatshaushalt (oder die Staatshaushälte der Eurozone) direkt zu finanzieren?</p>
<p>MfG</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von Beobachter</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1800</link>
		<dc:creator>Beobachter</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 21:19:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.monetative.de/?page_id=31#comment-1800</guid>
		<description>@Lorenz : 
&gt; In Dokument 1.6 in den Stichwortartikeln wird suggeriert, bank runs hätten etwas mit dem partiellen (fraktionalen) Reservesystem zu tun. Ich mache ein Gegenbeispiel mit einem garantiert “realen” Gut – einem Auto [...] 
 
Eine Spareinlage kannst du nicht jederzeit und SOFORT zurückhaben, da sie ja eine vereinbarte (Rest-) Laufzeit hat - auch nicht, wenn Alleman zur Bank rennen. Da musst du schon warten, bis die Laufzeit deiner Spareinlage abgelaufen ist - vorher hast du kein Anspruch auf dein Geld. 
 
&gt; aber das Problem von bank runs hat etwas mit Fristen und Risikotransformation zu tun, nicht mit der Geldschöpfung. 
 
Doch, gerade mit der "fraktionalen Deckung bei der Geldschöpfung": Wenn die Bank nicht genügend Reserve in ZBGeld hat, um alle nullfristigen Geldforderungen ihrer Kunden (= nullfristige Verbindlichkeiten der Bank) schnellstens zu bedienen - ob per Barauszahlung oder als Geldüberweisungen - dann ist sie insolvent. Bei ausgiebiger Nutzung des Fractional Reserve Banking (FRB) ist jede Bank ständig latent insolvent, nur die Kunden wissen es nicht ;-). Im Falle eines Bankrun gibt's da immer "Schalter &amp; Konten dicht", und ohne ein "Rettungspaket" gibt's definitiv Pleite - das ist das "Geschäftsmodell" der heutigen Banken. Den Bankeignern kann es ziemlich egal sein, denn sie haben ihr investiertes Kapital längst und zigfach in Form von Zinsen bzw. Dividenden herausgeholt. Nach der Pleite machen sie eine neue Bank auf. Demgegenüber, Vollgeld ist immer und sofort da, und zwar vollzählig (.. bitte nicht zu verwechseln mit Spareinlagen !) - kein Problem bei Bankrun. 
_________________________________
 
@max : 
&gt; Wie, der 08/15-Bürger soll die Inflationslast durch Kreditvergabe an die Bank refinanzieren? Aber das entpräche ja praktisch genau dem heutigen System der Spareinlagen. Gleichzeitig sollen Spareinlagen aber aus der Bankbilanz herausgelöst und kostenpflichtig werden - das ist paradox! 
 
Wenn ich es richtig verstehe : Die Sparkonten der Bankkunden bleiben in der Bankbilanz auf der Passivseite, wo sie auch heutzutage sind - nur die liquiden Geldkonten sind ausserhalb. Das Vollgeld des Sparkunden geht von seinem Geldkonto (ausserhalb der Bankbilanz) auf das ZBKonto seiner Bank über, und die Bank bucht eine eigene Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden auf ihrer Passivseite - ist eine Bilanzverlängerung. Der Kunde macht in seiner Bilanz einen Aktivtausch : 'Geldkonto an Spareinlage (Forderungen)'. Das Sparen entspricht hier einem Kredit des Kunden an seine Bank, mit bestimmter Laufzeit und Zinsvereinbarung. 
 
&gt; Ok, angenommen, mittels strenger Kontrollen und anderer Instrumente gelingt es, private Banken dazu zu bringen, Giralgeld nur noch 100%ig refinanziert zu verleihen. Das käme wegen des Attributs “Vollgeld” dann einer 100%igen Eigenkapitaldeckung gleich. Was das bedeutet, sollte klar sein: Die Kreditvergabe wäre massiv eingeschränkt, das schuldenbasierte Wirtschaftssystem würde sofort kollabieren. 
 
Nein, da kollabiert überhaupt nichts. Vollgeld benötigt keinerlei "Deckung" - es ist einfach da, und liegt auf dem Geldkonto des Bankkunden oder auf dem ZBKonto der Bank. Es befindet sich auf der Aktivseite der Kundenbilanz oder der Bankbilanz. Das EK ist immer auf der Passivseite ausgewiesen, wo die anteiligen Eigentumsrechte (Anteile) an den Aktiva (Vermögenswerte) aufgelistet sind. Vollgeld bleibt davon völlig unberührt, wie hoch die EK-Quote an der Bilanzsumme ist - es kann sehr wohl auch 100% Fremdkapital sein (wenn 'EK = 0'). 
 
Mit Gruß, Beobachter</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lorenz :<br />
&gt; In Dokument 1.6 in den Stichwortartikeln wird suggeriert, bank runs hätten etwas mit dem partiellen (fraktionalen) Reservesystem zu tun. Ich mache ein Gegenbeispiel mit einem garantiert “realen” Gut – einem Auto [...] </p>
<p>Eine Spareinlage kannst du nicht jederzeit und SOFORT zurückhaben, da sie ja eine vereinbarte (Rest-) Laufzeit hat - auch nicht, wenn Alleman zur Bank rennen. Da musst du schon warten, bis die Laufzeit deiner Spareinlage abgelaufen ist - vorher hast du kein Anspruch auf dein Geld. </p>
<p>&gt; aber das Problem von bank runs hat etwas mit Fristen und Risikotransformation zu tun, nicht mit der Geldschöpfung. </p>
<p>Doch, gerade mit der &#8220;fraktionalen Deckung bei der Geldschöpfung&#8221;: Wenn die Bank nicht genügend Reserve in ZBGeld hat, um alle nullfristigen Geldforderungen ihrer Kunden (= nullfristige Verbindlichkeiten der Bank) schnellstens zu bedienen - ob per Barauszahlung oder als Geldüberweisungen - dann ist sie insolvent. Bei ausgiebiger Nutzung des Fractional Reserve Banking (FRB) ist jede Bank ständig latent insolvent, nur die Kunden wissen es nicht ;-). Im Falle eines Bankrun gibt&#8217;s da immer &#8220;Schalter &amp; Konten dicht&#8221;, und ohne ein &#8220;Rettungspaket&#8221; gibt&#8217;s definitiv Pleite - das ist das &#8220;Geschäftsmodell&#8221; der heutigen Banken. Den Bankeignern kann es ziemlich egal sein, denn sie haben ihr investiertes Kapital längst und zigfach in Form von Zinsen bzw. Dividenden herausgeholt. Nach der Pleite machen sie eine neue Bank auf. Demgegenüber, Vollgeld ist immer und sofort da, und zwar vollzählig (.. bitte nicht zu verwechseln mit Spareinlagen !) - kein Problem bei Bankrun.<br />
_________________________________</p>
<p>@max :<br />
&gt; Wie, der 08/15-Bürger soll die Inflationslast durch Kreditvergabe an die Bank refinanzieren? Aber das entpräche ja praktisch genau dem heutigen System der Spareinlagen. Gleichzeitig sollen Spareinlagen aber aus der Bankbilanz herausgelöst und kostenpflichtig werden - das ist paradox! </p>
<p>Wenn ich es richtig verstehe : Die Sparkonten der Bankkunden bleiben in der Bankbilanz auf der Passivseite, wo sie auch heutzutage sind - nur die liquiden Geldkonten sind ausserhalb. Das Vollgeld des Sparkunden geht von seinem Geldkonto (ausserhalb der Bankbilanz) auf das ZBKonto seiner Bank über, und die Bank bucht eine eigene Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden auf ihrer Passivseite - ist eine Bilanzverlängerung. Der Kunde macht in seiner Bilanz einen Aktivtausch : &#8216;Geldkonto an Spareinlage (Forderungen)&#8217;. Das Sparen entspricht hier einem Kredit des Kunden an seine Bank, mit bestimmter Laufzeit und Zinsvereinbarung. </p>
<p>&gt; Ok, angenommen, mittels strenger Kontrollen und anderer Instrumente gelingt es, private Banken dazu zu bringen, Giralgeld nur noch 100%ig refinanziert zu verleihen. Das käme wegen des Attributs “Vollgeld” dann einer 100%igen Eigenkapitaldeckung gleich. Was das bedeutet, sollte klar sein: Die Kreditvergabe wäre massiv eingeschränkt, das schuldenbasierte Wirtschaftssystem würde sofort kollabieren. </p>
<p>Nein, da kollabiert überhaupt nichts. Vollgeld benötigt keinerlei &#8220;Deckung&#8221; - es ist einfach da, und liegt auf dem Geldkonto des Bankkunden oder auf dem ZBKonto der Bank. Es befindet sich auf der Aktivseite der Kundenbilanz oder der Bankbilanz. Das EK ist immer auf der Passivseite ausgewiesen, wo die anteiligen Eigentumsrechte (Anteile) an den Aktiva (Vermögenswerte) aufgelistet sind. Vollgeld bleibt davon völlig unberührt, wie hoch die EK-Quote an der Bilanzsumme ist - es kann sehr wohl auch 100% Fremdkapital sein (wenn &#8216;EK = 0&#8242;). </p>
<p>Mit Gruß, Beobachter</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von Peter Pichler</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1799</link>
		<dc:creator>Peter Pichler</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 19:20:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.monetative.de/?page_id=31#comment-1799</guid>
		<description>@max: Inflation produzieren (Größenordnung 4-6%) ist meine Idee... und muss sich nicht unbedingt mit den Ideen der Monetative zusammenpassen... Ich komm eher aus der Schwundgeld/Freidgeld-Ecke... (Mit Freidgeld kommt man ohne Inflation aus (man könnte damit Geld produzieren, dass stabiler ist als Gold)).

In einem Vollgeld-Konzept kann man das, was man in Freigeld-Konzepten über eine Umlauf-Sicherungs-Gebühr einhebt, über Inflation lukrieren... (muss man aber nicht)

Zu eine so hohe Inflation ist nicht vermittelbar:
Wenn man der (wie viele Anhänger der Freigeldtheorie) Meinung ist, dass man Geld als stabilen Wertmaßstab braucht, dann muss man dieses System einführen. (und nicht ein Vollgeld-System, wie es die Monetative vorschlägt) (ich glaub, mann kommt auch mit Inflationsgeld zurande, qed)

Das spannende am Monetative Konzept ist, dass es die Monetetative als demokratisch legitimierte Macht geben soll, die die Mittel verwaltet, mit denen man festlegen kann, ob es  Inflation gibt oder nicht.... (wobei ich in diesem System immer dafür wäre eine gewisse Inflation zu haben, weil ohne Einzug der Zinsen, die Umverteilung von Arm zu Reich weitergeht...)

Ich versteh nicht, was Du mit paradox meinst... (ich muss auch dazusagen ich bin selbständig... und ich zahle für mein Konto auch heute einen Haufen Geld (ca 200€/Jahr)... und ich hab trotzdem zwei Konten...)... und wie gesagt... ich bin sicher, dass es auch in einem Vollgeldsystem Banken geben wird, die nahezu kostenlos Konten anbieten werden. (Kundenzugang, z.B. die google Bank). Aber auch wenn die Kontenführung auch von privaten bezahlt werden müsste... wo ist das Problem... wer aus Kostengründen auf den Komfort bargeldloser Zahlungsmittel verzichtet, der wickelt seine Geschäfte eben bar ab... (wird niemand, der größere Zahlungsflüsse hat machen wird..)

@max / 100% Eigenkapitaldeckung

Das stimmt nur, wenn Banken nicht die Möglichkeit haben, sich bei der Nationalbank (NB( (Monetative) zu refinanzieren.

Aus meiner Sicht sollte die NB - besichert durch gute Kredite - den Geschäftsbanken Geld zur Verfügung stellen.... Dadurch entsteht - wie heute auch - Schuldgeld (was manche nicht mögen... ich hab kein Problem damit)

In meinen Überlegungen ist der einzige Unterschied zu heute, dass nicht mehr die Geschäftsbanken Geld erzeugen, sondern nur mehr die NB.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@max: Inflation produzieren (Größenordnung 4-6%) ist meine Idee&#8230; und muss sich nicht unbedingt mit den Ideen der Monetative zusammenpassen&#8230; Ich komm eher aus der Schwundgeld/Freidgeld-Ecke&#8230; (Mit Freidgeld kommt man ohne Inflation aus (man könnte damit Geld produzieren, dass stabiler ist als Gold)).</p>
<p>In einem Vollgeld-Konzept kann man das, was man in Freigeld-Konzepten über eine Umlauf-Sicherungs-Gebühr einhebt, über Inflation lukrieren&#8230; (muss man aber nicht)</p>
<p>Zu eine so hohe Inflation ist nicht vermittelbar:<br />
Wenn man der (wie viele Anhänger der Freigeldtheorie) Meinung ist, dass man Geld als stabilen Wertmaßstab braucht, dann muss man dieses System einführen. (und nicht ein Vollgeld-System, wie es die Monetative vorschlägt) (ich glaub, mann kommt auch mit Inflationsgeld zurande, qed)</p>
<p>Das spannende am Monetative Konzept ist, dass es die Monetetative als demokratisch legitimierte Macht geben soll, die die Mittel verwaltet, mit denen man festlegen kann, ob es  Inflation gibt oder nicht&#8230;. (wobei ich in diesem System immer dafür wäre eine gewisse Inflation zu haben, weil ohne Einzug der Zinsen, die Umverteilung von Arm zu Reich weitergeht&#8230;)</p>
<p>Ich versteh nicht, was Du mit paradox meinst&#8230; (ich muss auch dazusagen ich bin selbständig&#8230; und ich zahle für mein Konto auch heute einen Haufen Geld (ca 200€/Jahr)&#8230; und ich hab trotzdem zwei Konten&#8230;)&#8230; und wie gesagt&#8230; ich bin sicher, dass es auch in einem Vollgeldsystem Banken geben wird, die nahezu kostenlos Konten anbieten werden. (Kundenzugang, z.B. die google Bank). Aber auch wenn die Kontenführung auch von privaten bezahlt werden müsste&#8230; wo ist das Problem&#8230; wer aus Kostengründen auf den Komfort bargeldloser Zahlungsmittel verzichtet, der wickelt seine Geschäfte eben bar ab&#8230; (wird niemand, der größere Zahlungsflüsse hat machen wird..)</p>
<p>@max / 100% Eigenkapitaldeckung</p>
<p>Das stimmt nur, wenn Banken nicht die Möglichkeit haben, sich bei der Nationalbank (NB( (Monetative) zu refinanzieren.</p>
<p>Aus meiner Sicht sollte die NB - besichert durch gute Kredite - den Geschäftsbanken Geld zur Verfügung stellen&#8230;. Dadurch entsteht - wie heute auch - Schuldgeld (was manche nicht mögen&#8230; ich hab kein Problem damit)</p>
<p>In meinen Überlegungen ist der einzige Unterschied zu heute, dass nicht mehr die Geschäftsbanken Geld erzeugen, sondern nur mehr die NB.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von Ralf</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1798</link>
		<dc:creator>Ralf</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Jun 2010 17:55:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.monetative.de/?page_id=31#comment-1798</guid>
		<description>@Lorenz:
Schönes Beispiel, leider völlig falsch.
Am besten orientiert man sich nicht an Fremdbeispielen, sondern am tatsächlichen Mechanismus der Giralgeldschöpfung, die in der Modern Money Mechanics der Federal Reserve Bank of Chicago genau beschrieben ist und in leicht abgewandelter Form auch für das Euro-System gilt.

Wer die Existenz der Giralgeldschöpfung nicht glaubt, der schaue bitte ins Glossar der deutschen Bundesbank:

http://www.bundesbank.de/bildung/bildung_glossar_g.php

Zitat:
Geldschöpfung
Vermehrung der Geldmenge  durch Aktiv- und Passivgeschäfte des Bankensystems, d. h. Schaffung zusätzlichen Geldes. Hauptquelle der Geldschöpfung ist heute die Kreditgewährung der Geschäftsbanken (aktive Geldschöpfung): Dem Kreditnehmer wird ein Sichtguthaben (Sichteinlagen) in Höhe des aufgenommenen Kredites eingeräumt, wodurch die gesamtwirtschaftliche Geldmenge unmittelbar steigt.
Zitat Ende

Im Euro-System ist die Mindestreserve mit derzeit 2% deutlich geringer als in den USA, stattdessen hat jede Bank, nach Basel II, Kredite mit 8% Eigenmitteln (nicht zu verswechseln mit Eigenkapital) zu unterlegen.
Dennoch ist die Fünktionsweise im Prinzip identisch.

Wir schauen uns das System nun mal vereinfacht an und ersetzen die Mindestreserve von 2%, indem wir eine Eigenmittelunterlegung von 10% annehmen und Eigenmittel mit Eigenkapital gleichsetzen.
Weiterhin gehen wir mal vereinfachend von einer Bargeldentnahme von 10% aus, tatsächlich liegt diese bei 2%-3%.

Beispiel nach obigen Vorgaben:
Bank A hat 100.000 € Eigenkapital.
Deponent A (ein Bankkunde) deponiert 100.000 € auf seinem Girokonto und erhält dafür eine Gutschrift in gleicher Höhe.
Bank A verleiht diese 100.000 € und unterlegt sie mit 10.000 € Eigenmitteln, gibt also einen Kredit in Höhe von 110.000 € an Kreditnehmer A.

Einschub: 
Das Guthaben befindet sich nun nicht mehr im Banktresor, dennoch kann Deponent A frei darüber verfügen, gibt er seine 100.000 € aus und überweist dieses Geld an jemand anderen, so wechset die Gutschrift von seinem Konto auf das Konto des Empfängers, das ursprünglich deponierte Geld indes beibt von Bank A verliehen und befindet sich nicht im Banktresor. Zu Komplikationen könnte es dann kommen, wenn die Gutschrift von Bank A zu einem Kunden bei Bank B wechselt, denn Bank A hat das Geld dann verliehen, verfügt aber nicht mehr über die zugehörige Einlage, so daß die Bankbilanz mehr Passiva, als Aktiva aufweisen könnte, wenn sich die Marktanteile zu Lasten von Bank A verschieben. Allerdings verschieben sich die Marktanteile nur recht langsam und um derartige Schwankungen auszuglleichen, leihen sich die Banken gegenseitig kurzfristig Geld, in diesem Fall würde Bank B einen entsprechenden Kredit an Bank A vergeben, so daß Bank A Zeit hat, den Rückfluß der Passiva (vergebene Kredite) abzuwarten und ihre Bilanz stabil zu halten.
(Bei Banken sind Aktiva und Passiva genau gegenteilig zur übrigen Wirtschaft, Kunsedenguthaben sind Aktiva und vergebene Kredite sind Passiva)
Wir sehen also bereits hier, beim Giralgeld handelt es sich um ein Gutschriftsystem, das mit einem Gutscheinsystem funktional identisch ist.
Einschub Ende

Von dem Kredit in Höhe von 110.000 € kauf sich der Kreditnehmer A etwas bei Deponent B.
Deponent B deponiert 100.000 € auf seinem Girokonto und entnimmt 10.000 € Bargeld.

Bank A verleiht die 100.000 € als Kredit und unterlegt diesen wieder mit 10.000 € Eigenkapital. Und so weiter.

Das Spiel geht so lange, bis in diesem Beispiel alles Eigenkapital der Bank in Form von Kreditunterlegungen verliehen ist.
Weil die Eigenmittelunterlegung in diesem Beispiel 10.000 € je Vorgang beträgt und die Bank 100.000 € Eigenmittel besitzt, widerholt sich der Vorgang 10 mal, das heißt, Bank A verleiht die Einlage von Deponent A, in Höhe von ebenfalls 100.000 € 10 mal, vergibt also darauf Kredite in Höhe von 1.000.000 €, die in diesem Beispiel als Guthaben auf den Konten derjenigen deponiert werden, die dieses Geld für einen Verkauf an einen Kreditnehmer erhalten haben.
Diese 1 Mio € existieren aber nur durch die Kreditvergabe, wir erinnern uns die Ursprüngliche Einllage betrug 100.000 € und das Eigenkapital der Bank ebenfalls.
Die Guthaben entstehen, indem die Einlage von Deponent A immer weiter gereicht wird.

Kredit-Kauf-Guthaben-Kredit-Kauf-Guthaben etc.

Begünstigt dabei ist ausschließlich die Bank, durch die Zinsen auf jeden einzelnen Kredit und dies alles allein unter der Zusage, die Guthaben der Deponenten in Geld/Bar auszahlen zu können, was aber nicht der Fall ist. Wer dies für Betrug hält, liegt mit dieser Einschätzung meines Erachtens sicher nicht ganz falsch.

Giralgeld erfüllt insofern meiner Meinung nach alle Kriterien eines illegalen Kettenbriefes.
Unter anderer Betrachtungsweise könnte man für das Gesamtsystem zu dem Ergebnis kommen, daß es sich um ein klassisches illegales Pyramidensystem handelt.
Mit dem Oberbegriff Schneeballsystem, zu dem Kettenbrief und Pyramidensystem gehören, dürfte man indes in jedem Fall auf der sicheren Seite liegen.

Lägen die Zinsgwinne der  Banken bei 10%, was nicht der Fall ist, so könnten die Banken in diesem Beispiel in einem Jahr 100.000 € Zinsgewinn verbuchen, damit ihr Eigenkapital  und somit auch die Kredit-, beziehungsweise die Geldmenge verdoppeln.
Wer nun glaubt, daß dieses System zu enormen Inflationen führen müsse, dem sei gesagt, daß  es nur dadurch stabil bleibt, daß in entsprechender Höhe Geld gehortet wird und die nur die tatsächlich umlaufende Geldmenge für das Preisniveau entscheidend ist.
Nichtsdestotrotz wurde das gehortete Geld irgendwann von irgendwem gegen Zinsen bei Banken geliehen und stehtaufgrund derHortung weder für Zins-, noch für Tilgungsleistungen zur Verfügung.

Was passiert nun aber in diesem Beispiel, wenn Deponent A seine Einlage von 100.000 € in Bar zurück verlangt?

Ganz Einfach, die Bank könnte in Höhe von 1 Mio € weniger Kredite vergeben und die Geldmenge würde um diese 1 Mio € schrumpfen. Die gehortete Geldmenge wäre davon zunächst unbeeinflußt, folglich verringert sich die tatsächlich umlaufende Geldmenge um diesen Betrag. Umsätze gehen zurück, Preise fallen, Unternehmen können Ihre Unkosten nicht mehr zahlen und gehen in Konkurs etc, zu drastisch? Das ist nur das, was in etwa passiert wenn eine Bank bei einem Run ihre Verpflichtungen erfüllen kann, kann sie es nicht, droht das gesamte System durch Rückabwicklung zu zerbrechen.
Deshalb springt der Staat in solchen Fällen ein und ersetzt die geschrumpfte Kredit-/Geldmenge, was er nur durch eigene Schuden bei den Banken realisieren kann. Weil Staatsanleihen als 100%ige Sicherheiten gelten, können die Banken diese bei der EZB hinterlegen und erhalten dafür in gleicher Höhe Kredit/Geld von der EZB, welches sie mit Zinsaufschlag an den Staat weiter verleihen, damit dieser sie damit retten kann. Die Banken werden damit also für die Kriese belohnt, weil vermeintlich nur so das System gerettet werden kann.

Was passiert in diesem Beispiel, wenn die Banken aufgrund geplatzter Kredite 100.000 € Verlust machen?
Sie mussen diese 100.000 € durch freie Eigenmittel decken. Weil sie jeden Kredit mit 10% Eigenmittel unterlegen, heißt das, sie können für 1.000.000 € weniger Kredite vergeben um diese 100.000 € Eigenmittel zur Verfügung zu haben.
Obiges Scenario gilt also auch für den Fall geplatzter Kredite. 

Die Geldmenge und damit die gesamte Wirtschaft hängen also von der Kreditvergabe der Banken ab und geplatzte Kredite, beziehungsweise alle Verluste der Banken, können, wie im Fall der Immobilienblase, zu einer enormen Wirtschaftskrise, mit allen entsprechenden Folgen, führen.

Um das zu verhindern muß die Girageldschöpfung und damit das Kettenbriefsystem beendet werden.

Ein kurzes Wort noch zu Mißbrauchsmöglichkeiten, wenn die Kontrolle der Geldmenge in privater Hand liegt.

Hypothetischer Abauf eines Mißbrauches:

1. Systemrelevante Banken erhöhen ihre Kreditanforderungen, begründen können sie das zu jedem Zeitpunkt mit eigenen wirtschaftlichen Interessen, mit eigenen Wirtschaftserwartungen oder wie immer sie wollen.
2. Anerkannte Wirtschaftsexperten prüfen die Auswirkungen dieser Vergabeänderung und prognostizieren daraus eine abkühlung der  Konjunktur.
3. Ratingagenturen werden vorsichtiger und weniger Unternehmen bekommen ein gefordert gutes Rating, also Kreditwürdigkeit.
4. Die Banken erheben wegen der schlechten Konjunkturaussichten höhere Risikozuschläge bei den Zinsen.
5. Viele Unternehmen und Privatpersonen nehmen wegen der schlechten Prognosen, schlechter Ratings und hoher Zinsen weniger Kredite auf.
Es kommt somit weniger Geld in Umlauf.
6. Zins- und Tilgungseistungen, sowie Hortung, also Geldmengenabflüsse bleiben zunächst unverändert, in Verbindung mit dem verringerten Geldzufluß (Kreditvergabe) verringert sich die umlaufende Geldmenge.
7. Umsätze und Preise sinken, Unternehmen gehen in Konkurs und werden durch die Banken, Bankeigentümer, deren Investmentgesellschaften oder bankeigene Investmentgesellschaften für Bruchteile Ihres Wertes gekauft.
Neue Arbeitslose können ihre Immobiien nicht halten, die von bankeigenen Immobiliengesellschaften etc. übernommen werden.
8. Alle Banken müssen ihre Kreditvergabe der Prognose der Wirtschaftsexperten anpassen, um im Falle zu erwartender Kreditausfälle über die nötigen Eigenmittel zu verfügen.
9. Die Kriese oder der "Konjunkturzyklus" nehmen ihren Lauf.
10. Die ehemligen Konkursunternehmen werden unter aanderem mit Krediten zu Traumkonditionen saniert, bekommen entsprechende Ratings und stehen besser da als je zuvor.
11. Die Geldmenge wird wieder hergestellt.
12. Nach der Kriese ist vor der Kriese.
13. Wäre dergleichen nicht ein Insider-Geschäft?

Liebe Grüße ,

Ralf</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Lorenz:<br />
Schönes Beispiel, leider völlig falsch.<br />
Am besten orientiert man sich nicht an Fremdbeispielen, sondern am tatsächlichen Mechanismus der Giralgeldschöpfung, die in der Modern Money Mechanics der Federal Reserve Bank of Chicago genau beschrieben ist und in leicht abgewandelter Form auch für das Euro-System gilt.</p>
<p>Wer die Existenz der Giralgeldschöpfung nicht glaubt, der schaue bitte ins Glossar der deutschen Bundesbank:</p>
<p><a href="http://www.bundesbank.de/bildung/bildung_glossar_g.php" rel="nofollow">http://www.bundesbank.de/bildung/bildung_glossar_g.php</a></p>
<p>Zitat:<br />
Geldschöpfung<br />
Vermehrung der Geldmenge  durch Aktiv- und Passivgeschäfte des Bankensystems, d. h. Schaffung zusätzlichen Geldes. Hauptquelle der Geldschöpfung ist heute die Kreditgewährung der Geschäftsbanken (aktive Geldschöpfung): Dem Kreditnehmer wird ein Sichtguthaben (Sichteinlagen) in Höhe des aufgenommenen Kredites eingeräumt, wodurch die gesamtwirtschaftliche Geldmenge unmittelbar steigt.<br />
Zitat Ende</p>
<p>Im Euro-System ist die Mindestreserve mit derzeit 2% deutlich geringer als in den USA, stattdessen hat jede Bank, nach Basel II, Kredite mit 8% Eigenmitteln (nicht zu verswechseln mit Eigenkapital) zu unterlegen.<br />
Dennoch ist die Fünktionsweise im Prinzip identisch.</p>
<p>Wir schauen uns das System nun mal vereinfacht an und ersetzen die Mindestreserve von 2%, indem wir eine Eigenmittelunterlegung von 10% annehmen und Eigenmittel mit Eigenkapital gleichsetzen.<br />
Weiterhin gehen wir mal vereinfachend von einer Bargeldentnahme von 10% aus, tatsächlich liegt diese bei 2%-3%.</p>
<p>Beispiel nach obigen Vorgaben:<br />
Bank A hat 100.000 € Eigenkapital.<br />
Deponent A (ein Bankkunde) deponiert 100.000 € auf seinem Girokonto und erhält dafür eine Gutschrift in gleicher Höhe.<br />
Bank A verleiht diese 100.000 € und unterlegt sie mit 10.000 € Eigenmitteln, gibt also einen Kredit in Höhe von 110.000 € an Kreditnehmer A.</p>
<p>Einschub:<br />
Das Guthaben befindet sich nun nicht mehr im Banktresor, dennoch kann Deponent A frei darüber verfügen, gibt er seine 100.000 € aus und überweist dieses Geld an jemand anderen, so wechset die Gutschrift von seinem Konto auf das Konto des Empfängers, das ursprünglich deponierte Geld indes beibt von Bank A verliehen und befindet sich nicht im Banktresor. Zu Komplikationen könnte es dann kommen, wenn die Gutschrift von Bank A zu einem Kunden bei Bank B wechselt, denn Bank A hat das Geld dann verliehen, verfügt aber nicht mehr über die zugehörige Einlage, so daß die Bankbilanz mehr Passiva, als Aktiva aufweisen könnte, wenn sich die Marktanteile zu Lasten von Bank A verschieben. Allerdings verschieben sich die Marktanteile nur recht langsam und um derartige Schwankungen auszuglleichen, leihen sich die Banken gegenseitig kurzfristig Geld, in diesem Fall würde Bank B einen entsprechenden Kredit an Bank A vergeben, so daß Bank A Zeit hat, den Rückfluß der Passiva (vergebene Kredite) abzuwarten und ihre Bilanz stabil zu halten.<br />
(Bei Banken sind Aktiva und Passiva genau gegenteilig zur übrigen Wirtschaft, Kunsedenguthaben sind Aktiva und vergebene Kredite sind Passiva)<br />
Wir sehen also bereits hier, beim Giralgeld handelt es sich um ein Gutschriftsystem, das mit einem Gutscheinsystem funktional identisch ist.<br />
Einschub Ende</p>
<p>Von dem Kredit in Höhe von 110.000 € kauf sich der Kreditnehmer A etwas bei Deponent B.<br />
Deponent B deponiert 100.000 € auf seinem Girokonto und entnimmt 10.000 € Bargeld.</p>
<p>Bank A verleiht die 100.000 € als Kredit und unterlegt diesen wieder mit 10.000 € Eigenkapital. Und so weiter.</p>
<p>Das Spiel geht so lange, bis in diesem Beispiel alles Eigenkapital der Bank in Form von Kreditunterlegungen verliehen ist.<br />
Weil die Eigenmittelunterlegung in diesem Beispiel 10.000 € je Vorgang beträgt und die Bank 100.000 € Eigenmittel besitzt, widerholt sich der Vorgang 10 mal, das heißt, Bank A verleiht die Einlage von Deponent A, in Höhe von ebenfalls 100.000 € 10 mal, vergibt also darauf Kredite in Höhe von 1.000.000 €, die in diesem Beispiel als Guthaben auf den Konten derjenigen deponiert werden, die dieses Geld für einen Verkauf an einen Kreditnehmer erhalten haben.<br />
Diese 1 Mio € existieren aber nur durch die Kreditvergabe, wir erinnern uns die Ursprüngliche Einllage betrug 100.000 € und das Eigenkapital der Bank ebenfalls.<br />
Die Guthaben entstehen, indem die Einlage von Deponent A immer weiter gereicht wird.</p>
<p>Kredit-Kauf-Guthaben-Kredit-Kauf-Guthaben etc.</p>
<p>Begünstigt dabei ist ausschließlich die Bank, durch die Zinsen auf jeden einzelnen Kredit und dies alles allein unter der Zusage, die Guthaben der Deponenten in Geld/Bar auszahlen zu können, was aber nicht der Fall ist. Wer dies für Betrug hält, liegt mit dieser Einschätzung meines Erachtens sicher nicht ganz falsch.</p>
<p>Giralgeld erfüllt insofern meiner Meinung nach alle Kriterien eines illegalen Kettenbriefes.<br />
Unter anderer Betrachtungsweise könnte man für das Gesamtsystem zu dem Ergebnis kommen, daß es sich um ein klassisches illegales Pyramidensystem handelt.<br />
Mit dem Oberbegriff Schneeballsystem, zu dem Kettenbrief und Pyramidensystem gehören, dürfte man indes in jedem Fall auf der sicheren Seite liegen.</p>
<p>Lägen die Zinsgwinne der  Banken bei 10%, was nicht der Fall ist, so könnten die Banken in diesem Beispiel in einem Jahr 100.000 € Zinsgewinn verbuchen, damit ihr Eigenkapital  und somit auch die Kredit-, beziehungsweise die Geldmenge verdoppeln.<br />
Wer nun glaubt, daß dieses System zu enormen Inflationen führen müsse, dem sei gesagt, daß  es nur dadurch stabil bleibt, daß in entsprechender Höhe Geld gehortet wird und die nur die tatsächlich umlaufende Geldmenge für das Preisniveau entscheidend ist.<br />
Nichtsdestotrotz wurde das gehortete Geld irgendwann von irgendwem gegen Zinsen bei Banken geliehen und stehtaufgrund derHortung weder für Zins-, noch für Tilgungsleistungen zur Verfügung.</p>
<p>Was passiert nun aber in diesem Beispiel, wenn Deponent A seine Einlage von 100.000 € in Bar zurück verlangt?</p>
<p>Ganz Einfach, die Bank könnte in Höhe von 1 Mio € weniger Kredite vergeben und die Geldmenge würde um diese 1 Mio € schrumpfen. Die gehortete Geldmenge wäre davon zunächst unbeeinflußt, folglich verringert sich die tatsächlich umlaufende Geldmenge um diesen Betrag. Umsätze gehen zurück, Preise fallen, Unternehmen können Ihre Unkosten nicht mehr zahlen und gehen in Konkurs etc, zu drastisch? Das ist nur das, was in etwa passiert wenn eine Bank bei einem Run ihre Verpflichtungen erfüllen kann, kann sie es nicht, droht das gesamte System durch Rückabwicklung zu zerbrechen.<br />
Deshalb springt der Staat in solchen Fällen ein und ersetzt die geschrumpfte Kredit-/Geldmenge, was er nur durch eigene Schuden bei den Banken realisieren kann. Weil Staatsanleihen als 100%ige Sicherheiten gelten, können die Banken diese bei der EZB hinterlegen und erhalten dafür in gleicher Höhe Kredit/Geld von der EZB, welches sie mit Zinsaufschlag an den Staat weiter verleihen, damit dieser sie damit retten kann. Die Banken werden damit also für die Kriese belohnt, weil vermeintlich nur so das System gerettet werden kann.</p>
<p>Was passiert in diesem Beispiel, wenn die Banken aufgrund geplatzter Kredite 100.000 € Verlust machen?<br />
Sie mussen diese 100.000 € durch freie Eigenmittel decken. Weil sie jeden Kredit mit 10% Eigenmittel unterlegen, heißt das, sie können für 1.000.000 € weniger Kredite vergeben um diese 100.000 € Eigenmittel zur Verfügung zu haben.<br />
Obiges Scenario gilt also auch für den Fall geplatzter Kredite. </p>
<p>Die Geldmenge und damit die gesamte Wirtschaft hängen also von der Kreditvergabe der Banken ab und geplatzte Kredite, beziehungsweise alle Verluste der Banken, können, wie im Fall der Immobilienblase, zu einer enormen Wirtschaftskrise, mit allen entsprechenden Folgen, führen.</p>
<p>Um das zu verhindern muß die Girageldschöpfung und damit das Kettenbriefsystem beendet werden.</p>
<p>Ein kurzes Wort noch zu Mißbrauchsmöglichkeiten, wenn die Kontrolle der Geldmenge in privater Hand liegt.</p>
<p>Hypothetischer Abauf eines Mißbrauches:</p>
<p>1. Systemrelevante Banken erhöhen ihre Kreditanforderungen, begründen können sie das zu jedem Zeitpunkt mit eigenen wirtschaftlichen Interessen, mit eigenen Wirtschaftserwartungen oder wie immer sie wollen.<br />
2. Anerkannte Wirtschaftsexperten prüfen die Auswirkungen dieser Vergabeänderung und prognostizieren daraus eine abkühlung der  Konjunktur.<br />
3. Ratingagenturen werden vorsichtiger und weniger Unternehmen bekommen ein gefordert gutes Rating, also Kreditwürdigkeit.<br />
4. Die Banken erheben wegen der schlechten Konjunkturaussichten höhere Risikozuschläge bei den Zinsen.<br />
5. Viele Unternehmen und Privatpersonen nehmen wegen der schlechten Prognosen, schlechter Ratings und hoher Zinsen weniger Kredite auf.<br />
Es kommt somit weniger Geld in Umlauf.<br />
6. Zins- und Tilgungseistungen, sowie Hortung, also Geldmengenabflüsse bleiben zunächst unverändert, in Verbindung mit dem verringerten Geldzufluß (Kreditvergabe) verringert sich die umlaufende Geldmenge.<br />
7. Umsätze und Preise sinken, Unternehmen gehen in Konkurs und werden durch die Banken, Bankeigentümer, deren Investmentgesellschaften oder bankeigene Investmentgesellschaften für Bruchteile Ihres Wertes gekauft.<br />
Neue Arbeitslose können ihre Immobiien nicht halten, die von bankeigenen Immobiliengesellschaften etc. übernommen werden.<br />
8. Alle Banken müssen ihre Kreditvergabe der Prognose der Wirtschaftsexperten anpassen, um im Falle zu erwartender Kreditausfälle über die nötigen Eigenmittel zu verfügen.<br />
9. Die Kriese oder der &#8220;Konjunkturzyklus&#8221; nehmen ihren Lauf.<br />
10. Die ehemligen Konkursunternehmen werden unter aanderem mit Krediten zu Traumkonditionen saniert, bekommen entsprechende Ratings und stehen besser da als je zuvor.<br />
11. Die Geldmenge wird wieder hergestellt.<br />
12. Nach der Kriese ist vor der Kriese.<br />
13. Wäre dergleichen nicht ein Insider-Geschäft?</p>
<p>Liebe Grüße ,</p>
<p>Ralf</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Diskussionsforum von max</title>
		<link>http://www.monetative.de/?page_id=31&#038;cpage=7#comment-1797</link>
		<dc:creator>max</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jun 2010 22:56:26 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.monetative.de/?page_id=31#comment-1797</guid>
		<description>@peter:
ich danke für die antworten, auch wenn sie mich nicht zufriedenstellen:
Ok, unter der Voraussetztung einer deutlichen Inflation würde es unattraktiv werden, Geld zu besitzen. Sei es Bargeld oder Spareinlage. Ich glaube, so eine starke Inflation ist aber nicht vermittelbar. Das führt zu Vertrauensschwund und Instabilität. Den Menschen ginge der Maßstab verloren, denn die unstetigen Preise würden keine gute Orientierung mehr bieten. 
Wie, der 08/15-Bürger soll die Inflationslast durch Kreditvergabe an die Bank refinanzieren? Aber das entpräche ja praktisch genau dem heutigen System der Spareinlagen. Gleichzeitig sollen Spareinlagen aber aus der Bankbilanz herausgelöst und kostenpflichtig werden - das ist paradox!

zum zweiten Thema:
Ok, angenommen, mittels strenger Kontrollen und anderer Instrumente gelingt es, private Banken dazu zu bringen, Giralgeld nur noch 100%ig refinanziert zu verleihen. Das käme wegen des Attributs "Vollgeld" dann einer 100%igen Eigenkapitaldeckung gleich. Was das bedeutet, sollte klar sein: Die Kreditvergabe wäre massiv eingeschränkt, das schuldenbasierte Wirtschaftssystem würde sofort kollabieren. 

Also ich kann eine Lösungsmöglichkeit nur erkennen, wenn man das schuldenbasierte System insgesamt für Geschichte erkärt und die gewerbliche Kreditvergabe zur öffentlichen Hoheit erklärt. Was faktisch einer Verstaalichung des Bankensektors gleichkäme. Bei entsprechend dezentraler Strukturierung, wäre das eine brauchbare Zukunftsperspektive, denke ich.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@peter:<br />
ich danke für die antworten, auch wenn sie mich nicht zufriedenstellen:<br />
Ok, unter der Voraussetztung einer deutlichen Inflation würde es unattraktiv werden, Geld zu besitzen. Sei es Bargeld oder Spareinlage. Ich glaube, so eine starke Inflation ist aber nicht vermittelbar. Das führt zu Vertrauensschwund und Instabilität. Den Menschen ginge der Maßstab verloren, denn die unstetigen Preise würden keine gute Orientierung mehr bieten.<br />
Wie, der 08/15-Bürger soll die Inflationslast durch Kreditvergabe an die Bank refinanzieren? Aber das entpräche ja praktisch genau dem heutigen System der Spareinlagen. Gleichzeitig sollen Spareinlagen aber aus der Bankbilanz herausgelöst und kostenpflichtig werden - das ist paradox!</p>
<p>zum zweiten Thema:<br />
Ok, angenommen, mittels strenger Kontrollen und anderer Instrumente gelingt es, private Banken dazu zu bringen, Giralgeld nur noch 100%ig refinanziert zu verleihen. Das käme wegen des Attributs &#8220;Vollgeld&#8221; dann einer 100%igen Eigenkapitaldeckung gleich. Was das bedeutet, sollte klar sein: Die Kreditvergabe wäre massiv eingeschränkt, das schuldenbasierte Wirtschaftssystem würde sofort kollabieren. </p>
<p>Also ich kann eine Lösungsmöglichkeit nur erkennen, wenn man das schuldenbasierte System insgesamt für Geschichte erkärt und die gewerbliche Kreditvergabe zur öffentlichen Hoheit erklärt. Was faktisch einer Verstaalichung des Bankensektors gleichkäme. Bei entsprechend dezentraler Strukturierung, wäre das eine brauchbare Zukunftsperspektive, denke ich.</p>
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